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09.10.2018

Georgiens Ministerpräsident Bakhtadze trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein

Der georgische Ministerpräsident Mamuka Bakhtadze trägt sich anlässlich der Frankfurter Buchmesse im Beisein von Oberbürgermeister Peter Feldmann in das Goldene Buch der Stadt ein, 9. Oktober 2018, © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler
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Empfang durch Oberbürgermeister Feldmann zur Buchmesse

(ffm) Der georgische Ministerpräsident Mamuka Bakhtadze hat sich anlässlich der Frankfurter Buchmesse im Beisein von Oberbürgermeister Peter Feldmann am Dienstag, 9. Oktober, in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. Die ehemalige Sowjetrepublik an der Schnittstelle zwischen Asien und Europa ist das Gastland der diesjährigen Bücherschau. Der Oberbürgermeister hob in seiner Begrüßungsrede die kulturelle Tradition Georgiens und die Rolle der Literatur für den gesellschaftlichen Wandel in dem Land hervor.

Die Republik am Kaukasus präsentiert sich unter dem Motto „Georgia – Made by Characters“. Es stellt die 33 „Characters“ - die Buchstaben - des georgischen Alphabets und damit verbunden Autoren sowie Geschichten in den Mittelpunkt. Das Alphabet mit seiner einzigartigen kunstvollen Schreibweise zählt zum Unesco-Weltkulturerbe. Seine Ursprünge lassen sich auf das vierte Jahrhundert zurückverfolgen. Der noch junge Staat versteht sich historisch als Mittler zwischen Okzident und Orient.

„So traditionsreich und einzigartig wie die Buchstaben ist Georgien selbst“, sagte der Oberbürgermeister bei dem Empfang im Kaisersaal. So präge die Kultur der Kaukasusrepublik als Gastland die diesjährige Buchmesse. Feldmann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bereits beim Museumsuferfest im Sommer Besucher die georgische Kultur bewundern konnten. „Das Programm des Ehrengastlandes fördert den kulturellen Austausch und die Verständigung“, sagte der Oberbürgermeister und bezog sich dabei auf die lange internationale Geschichte Frankfurts. Parallel zur Buchmesse finden in der Stadt Lesungen, Konzerte und Diskussionen rund um das Thema Georgien statt.

Der als prowestlich geltende Staat ist seit 1991 unabhängig und befindet sich im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Feldmann unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der georgischen Literatur für die aktuellen gesellschaftlichen Umbrüche: „Die Autoren sehen sich als Aufklärer, Kritiker, Mahner – aber auch Visionäre eines besseren Zusammenlebens.“ Themen zahlreicher georgischer Schriftsteller sind die Zeit unter sowjetischer Herrschaft, die Rolle des Landes im Kaukasus-Krieg, der Wandel der Frau und die Rolle der orthodoxen Kirche.

Feldmann freut sich darüber, dass Georgien die Frankfurter Buchmesse nutzt, den wichtigsten Literaturpreis des Landes – den SABA-Preis – zu verleihen.