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08.10.2018

Von Galgen, Prangern und Abweisezeichen: Vortrag im Institut für Stadtgeschichte zu Orten und Gegenständen im Strafvollzug

Logo Institut für Stadtgeschichte, © Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main
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(ffm) Am Montag, 15. Oktober, setzt die Rechtshistorikerin Barbara Dölemeyer mit ihrem Vortrag „‚Far du gauch‘ – Galgen, Pranger, Abweisezeichen in und um Frankfurt“ die Reihe „Frankfurter Kriminalgeschichte(n)“ fort, die die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte veranstaltet.

Der rechtsarchäologische Vortrag widmet sich den zahlreichen noch sichtbaren Orten und vorhandenen Gegenständen von Strafe, Strafdrohung und Strafvollzug im Rhein-Main-Gebiet. Sie stammen vor allem aus der Zeit zwischen 1500 und 1800. So finden sich in Pfungstadt, Hanau-Steinheim und Münzenberg noch Galgenstätten. In Hanau-Wolfgang, wo die letzte öffentliche Hinrichtung 1861 stattfand, erzählt ein gut erhaltenes Schafott eine interessante Geschichte.

Arrestlokale und Prangerreste in Niederursel, Oberursel und Braunfels illustrieren das Strafen in alten Zeiten. In Bergen-Enkheim und in Bad Nauheim zeugen Abweisezeichen gegen „Fahrendes Volk, Vaganten und Zigeuner“ von den Vorbehalten und Ängsten der Dorfbewohner gegenüber Kleinkriminellen, die von den Frankfurter Messen kommend die Nachbardörfer heimsuchten. Auch Grenzzeichen, wie die Grenzsäule in Frankfurt-Höchst oder der Fischwasser-Grenzstein in Nied, geben Anlass zu strafrechtlichen Überlegungen.

Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Für Mitglieder der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte ist der Eintritt mit Ausweis frei. Es besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Reservierungen sind nicht möglich.

Aktuelle Informationen gibt es unter http://www.stadtgeschichte-frankfurt.de und http://www.geschichte-frankfurt.de sowie auf http://www.facebook.com/isgfrankfurt und http://www.twitter.com/isg_frankfurt .