Logo FRANKFURT.de

05.10.2018

Frankfurter Landtagswahlkreise 34 bis 39 kurz vorgestellt

Stadtrat Jan Schneider präsentiert die Strukturdaten in der Reihe ,frankfurt statistik aktuell‘

(ffm) In sechs Frankfurter Landtagswahlkreisen bewerben sich insgesamt 50 Kandidatinnen und Kandidaten um ein Direktmandat. „So vielfältig die Bewerberinnen und Bewerber sind, so vielfältig sind auch die Strukturen in den Wahlkreisen“, stellt Stadtrat Jan Schneider fest, der für Statistik und Wahlen zuständige Dezernent.

Die Größe der Wahlbevölkerung, also der Deutschen mit Hauptwohnung, die 18 Jahre und älter sind, schwankt zwischen rund 62.000 Personen (Wahlkreis 34) und rund 80.000 Personen (Wahlkreis 39). In der Statistik finden sich weitere Auffälligkeiten: Im Wahlkreis 34 zum Beispiel leben mehr Jüngere als im Schnitt, dafür wohnen die Menschen tendenziell am längsten hier. Mehr als die Hälfte sind seit zehn und mehr Jahren im Wahlkreis gemeldet.

Am meisten gebaut wurde 2017 im Wahlkreis 36. Je 1000 Wohnungen im Bestand kamen 23,4 Neubauwohnungen hinzu. Eher großzügig wohnen die Menschen im Wahlkreis 38, jeder Einwohnerin und jedem Einwohner stehen hier durchschnittlich 40,1 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung.

Ebenso wie bei der Wahlbevölkerung und dem Wohnen unterscheiden sich die Wahlkreise auch bei der Bildungssituation. Während im Wahlkreis 34 lediglich 37,1 Prozent der Schülerinnen und Schüler von der Grundschule auf ein Gymnasium wechseln, tun dies 66,3 Prozent im Wahlkreis 36.

Stadtrat Jan Schneider, Porträt, © Foto: Alexander Paul Englert
Dieses Bild vergrößern.

Der Anteil der Personen, die auf Grundsicherung für Arbeitsuchende angewiesen sind, ist im Wahlkreis 38 am geringsten. „54,8 Leistungsberechtigte je 1000 Einwohnerinnen und Einwohner sind ein niedriger Wert“, sagt Stadtrat Schneider. Zugleich verdienen die Vollzeitbeschäftigten hier besser als in den anderen Wahlkreisen. Von den Vollzeitbeschäftigten haben 40,8 Prozent ein monatliches Bruttoarbeitsentgelt von mehr als 5000 Euro monatlich.

Mit der Novellierung des Landtagswahlgesetzes kam es zu Anpassungen der Frankfurter Wahlkreise 34 und 37. Der Schwanheimer Stadtbezirk 531 gehört nun zum nördlichen Wahlkreis 34. Hätte diese Einteilung bereits bei der Wahl 2013 gegolten, hätten im Wahlkreis 34 rund 4000 Frankfurterinnen und Frankfurter mehr und im 37 ebenso viele weniger gewählt. Auf das Ergebnis hätte das keinen Einfluss gehabt: Die Gewinner des Direktmandats wären dieselben gewesen.

„frankfurt statistik aktuell“ 25 bis 30/2018 stehen unter http://www.frankfurt.de/statistik_aktuell als kostenlose PDF-Downloads zur Verfügung. Die PDFs sind auch im Anhang zum Download verfügbar.