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28.09.2018

Bürgermeister Becker fordert fairen Wettbewerb

(ffm) Konsolidierungen unter Energieversorgern dürfen nicht zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs führen. Deshalb sieht der Frankfurter Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker den geplanten Deal zwischen den Energieversorgern E.ON und RWE und insbesondere die Übernahme des Netz- und Vertriebsgeschäfts der RWE Tochter Innogy durch E.ON kritisch, weil dadurch ein Unternehmen mit unangemessener Marktmacht entsteht.

Um die Interessen der Stadt Frankfurt am Main zu vertreten, führt Uwe Becker am Freitag, 28. September, gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Mainova AG Dr. Constantin H. Alsheimer Gespräche mit der Generaldirektion für Wettbewerb bei der EU-Kommission in Brüssel.

Bürgermeister Uwe Becker, © Foto: Angela Kropp, Dezernat II
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Im Vorfeld der Anhörung betonte Uwe Becker: „Durch die aus der Übernahme erwachsenden Vorteile für E.ON, insbesondere die hohe Kundenzahl, den enormen Netzbesitz, den hohen Grad der Marktdurchdringung, die starke Einkaufsmacht und der daraus resultierenden finanziellen Stärke erlangt das fusionierte Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung zum Nachteil der Wettbewerber und damit der Verbraucherinnen und Verbraucher. Dies gilt außerdem für weitere zukunftsrelevante Geschäftsfelder wie etwa dem Messwesen, Smart Metering oder auch E-Mobilität.“

Die Energiewende in Deutschland ist in vollem Gange und es findet eine Transformation des kompletten Energieversorgungssystems statt. Insbesondere Stadtwerke und Regionalversorger sind elementar für eine erfolgreiche dezentrale Umsetzung der Energiewende. Dies darf durch Wettbewerbsverzerrung nicht gefährdet werden.

Becker ergänzt: „Wo Wettbewerb draufsteht, muss auch Wettbewerb drin sein. Wir fordern daher die zuständigen Aufsichtsbehörden auf, den Zusammenschluss genauestens zu prüfen und entsprechende Auflagen zu erteilen, um auch künftig fairen Wettbewerb zu ermöglichen und regionale Strukturen im Interesse der Verbraucher zu stärken. Die Stadt Frankfurt am Main und Mainova sind gemeinsam in der Lage, eventuell freiwerdende Kapazitäten zu übernehmen, sollte es zu einer Festlegung von entsprechenden Auflagen kommen.“