Logo FRANKFURT.de

14.06.2018

Ökoprofit-Runde 2018 startet mit neun Ersteinsteiger-Betrieben

Städtische Klimaschutzmaßnahme für Unternehmen in Frankfurt geht in die nächste Runde

(ffm) Mit einer Auftaktveranstaltung startete am Donnerstag, 14. Juni, das Umweltmanagement-Programm Ökoprofit für Unternehmen in die Projektrunde 2018. Neun Neu-Einsteiger werden sich in ihren Betrieben ein Jahr lang intensiv mit den Themen Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit beschäftigen. Frankfurter Unternehmen nehmen nun im zehnten Jahr am Programm Ökoprofit teil.

Stadträtin Rosemarie Heilig, © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Sandra Mann
Dieses Bild vergrößern.

Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig sagte, sie freue sich, dass das Interesse der Frankfurter Unternehmen an Ökoprofit auch im zehnten Jahr nicht nachlasse: „Sie alle leisten mit ihrem Engagement einen erheblichen Beitrag für Umwelt und Klimaschutz in Frankfurt und der Region“, lobte Rosemarie Heilig die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Ihre Vorgänger und Vorgängerinnen konnten allein zwischen 2014 und 2017 in ihren Betrieben mehr als zwölf Millionen Kilowattstunden Energie einsparen. Für den CO2-Ausstoß heißt das: Wir haben rund 10.000 Tonnen weniger produziert.“ Damit nähere sich die Stadt Frankfurt ihren Klimaschutzzielen, sagte Heilig.

Ziel von Ökoprofit ist es, die Unternehmen, Betriebe und Institutionen im Bereich Umweltmanagement für die Zukunft sicher aufzustellen, Betriebskosten zu senken und Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen.

An der achten Projektrunde nehmen das Sozialpädagogische Zentrum, der Main-Taunus-Kreis, das Diakonische Werk in Hessen und Nassau, das Agaplesion Bethanien Krankenhaus, das St. Katharinen- und Weißfrauenstift, die Knebel Metalltechnik GmbH, das Kinder im Zentrum Gallus, die Heidinger GmbH und die Frabona GmbH teil.

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Die teilnehmenden Unternehmen, Betriebe und Vereine durchlaufen bei Ökoprofit einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Nach einer Bestandsaufnahme vor Ort identifizieren externe Fachberater wirtschaftliche und umsetzbare Maßnahmen.

Dazu gehören beispielsweise die Optimierung der Heizungs- sowie Lüftungsanlagen, neue Wege der Abfallentsorgung- und Vermeidung, Einsparungen im Stromverbrauch durch LED-Leuchtmittel und stromsparende Informationstechnik oder Einsparungen im Kraftstoffverbrauch des Fuhrparks durch Streckenoptimierungen oder kraftstoffsparende Fahrerlehrgänge Energieerzeugung durch eine Photovoltaik-Anlage.

Die an Ökoprofit beteiligten Unternehmen schätzen besonders, dass sie sich im Rahmen von Workshops mit den anderen Teilnehmern austauschen können. Nach Abschluss des einjährigen Projekts haben die Unternehmen zudem die Möglichkeit, in den Ökoprofit-Klub einzutreten, um Umweltmanagement-Themen kontinuierlich auszutauschen. Aktuell sind 23 Betriebe im Ökoprofit-Klub vertreten, der sich pro Projektrunde vier Mal im Jahr trifft.

„Wir merken immer wieder, wie wichtig der regelmäßige Austausch den Ökoprofit-Teilnehmern ist und freuen uns, hierfür mit dem Ökoprofit-Klub auch langfristig eine Möglichkeit anbieten zu können“, sagt Florian Unger, Projektleiter im Energiereferat der Stadt Frankfurt. „Daher haben wir im Dezember 2017 auch erstmals das Zukunftsforum Ökoprofit RheinMain ausgerichtet, um auch über die Stadtgrenzen hinaus die Ökoprofit-Netzwerkaktivitäten bekannter zu machen“.

Klimaschutzziele der Stadt stets im Blick

Ökoprofit ist Teil des Frankfurter „Masterplan 100 % Klimaschutz“ und zahlt in die Klimaschutzziele der Stadt Frankfurt am Main ein. Die teilnehmenden Unternehmen sind daher auch Teil des „Team Frankfurt Klimaschutz 2050“. Durch ihre Teilnahme tragen sie dazu bei, dass die Stadt Frankfurt ihre ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen kann: Reduzierung des Energiebedarfs bis 2050 um 50 Prozent; Deckung des des Restenergiebedarfs aus kommunalen und regionalen Erneuerbarer Energie. Die Treibhausgasemissionen sollen gegenüber 1990 um mindestens 95 Prozent verringert werden.

Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Frankfurt am Main und der örtlichen Wirtschaft. Es wird unterstützt von der IHK Frankfurt am Main, der Wirtschaftsförderung Frankfurt und der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main.

Das Energiereferat ist die kommunale Energie- und Klimaschutzagentur der Stadt Frankfurt am Main. Das Energiereferat bietet Frankfurter Haushalten, Unternehmen, Bauherren und Investoren unterschiedliche Beteiligungs- und Beratungsmöglichkeiten an. Weitere Informationen unter http://www.energiereferat.stadt-frankfurt.de im Internet.

Die neue Klimaschutzmarke „Team Frankfurt – Klimaschutz 2050“ steht als Dach über den bereits vorhandenen Projekten, Aktionen und Kampagnen, die das Energiereferat bereits seit vielen Jahren erfolgreich durchführt. Ziel der neuen Wort-Bild-Marke ist es, die zahlreichen Angebote inhaltlich unter ein gemeinsames Dach zu stellen, damit nach innen und außen klar ist, dass die zahlreichen Einzelprojekte in ein gemeinsames Ziel einzahlen: den Klimaschutz in Frankfurt am Main. www.klimaschutz-frankfurt.de

Seit 2012 unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit seiner Nationalen Klimaschutzinitiative 19 ausgewählte Kommunen und Landkreise mit dem Förderprojekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“.Frankfurt am Main ist die größte dieser ersten 19 Kommunen. Seit dem 1. Juli 2016 sind 22 neue Masterplan-Kommunen dazu gekommen. Mit der Masterplan-Richtlinie werden Kommunen gefördert, die ihre Treibhausgasemission bis 2050 gegenüber 1990 um 95 Prozent und ihre Endenergie um 50 Prozent senken wollen. Für die Stadt Frankfurt am Main zeichnet das Dezernat für Umwelt und Frauen für dieses Projekt verantwortlich; die Federführung bei der Durchführung hat das Energiereferat. Ausführliche Informationen unter http://www.masterplan100.de

Projektkontakt: Florian Unger, Telefon 069/212-39478, E-Mail: florian.unger@stadt-frankfurt.de