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15.05.2018

‚Zum Wohle der Stadt?‘ – Frankfurter Kulturpolitik des 20. Jahrhunderts im Spiegel der Sammlungen des Archäologischen Museums Frankfurt

Präsentation, Vortrag und Publikation beleuchten die Herkunftsgeschichte von Funden

(ffm) Ein großer Teil der Sammlungen des Archäologischen Museums stammt aus Grabungen im Frankfurter Stadtgebiet. Darüber hinaus erwarb das Museum im Lauf seiner Geschichte zahlreiche Objekte durch Ankauf und aus Schenkungen. Nicht immer ist jedoch deren genaue Herkunft bekannt. Insbesondere die Geschichte der Erwerbung archäologischer Funde in der Zeit des Nationalsozialismus war bisher weitgehend unerforscht.

Bereits 2013 begonnene Vorarbeiten zur Herkunftsgeschichte der Objekte mündeten schließlich in das ab 2017 von der Stiftung „Deutsches Zentrum Kulturverluste“ geförderte Projekt zur Provenienzforschung am Archäologischen Museum Frankfurt. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden sämtliche Objekte, die zwischen 1933 und 1945 in das Museumsdepot gelangten, systematisch auf Verdachtsfälle von NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut untersucht.

Im Mittelpunkt standen dabei die Zugänge der Abteilungen Klassische Antike/Alter Orient und Prähistorische Archäologie. Im Sommer 2018 werden die Forschungsergebnisse in der Schriftenreihe des Museums veröffentlicht. Begleitend zeigt das Haus vom 18. Juli bis 2. September 2018 eine Schau mit Funden, die im Lauf des 20. Jahrhunderts in die Sammlung kamen, und erklärt die Geschichte ihrer Herkunft. Eröffnet wird die Ausstellung mit einem Vortrag von Dagmar Stutzinger am 18. Juli, zur Provenienzforschung. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Archäologischen Museum.

Publikation in der Schriftenreihe des Archäologischen Museums Frankfurt

Dagmar Stutzinger, Zum Wohle der Stadt? Erwerbungen 1933 bis 1945. Systematische Provenienzforschung am Archäologischen Museum Frankfurt mit einem Beitrag von Liane Giemsch und Michael Overbeck. Die Publikation erscheint im Sommers 2018 beim Schnell & Steiner Verlag zum Preis von 34,95 Euro mit etwa 200 Seiten und rund 70 Abbildungen.