Logo FRANKFURT.de

02.03.2018

‚Wer bestimmt die Norm(alität)?‘

Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung, eröffnet Podiumsdiskussion zu Normen, Exklusion und der Möglichkeit einer inklusiven Gesellschaft

(kus) Die Podiumsdiskussion „Wer bestimmt die Norm(alität)?“ am Mittwoch, 7. März, ab 19 Uhr, in der Evangelischen Akademie Frankfurt, Römerberg 9, ist eine Kooperationsveranstaltung des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten und der Evangelischen Akademie.

Moderiert von Hadija Haruna-Oelker diskutieren Gender- und Disability-Forscherin Heike Raab, Anti-Rassismus-Trainerin Judy Gummich, Tony-Sender-Preisträgerin Karola Gramann sowie Aktivist in der Behinderten-Selbstvertretung Stefan Göthling und NS-Medizin-Forscher Prof. Gerrit Hohendorf über gesellschaftliche Vorstellungen zu Normalität und Abweichungen gestern und heute. Und sie richten den Blick auf eine zukünftige Gesellschaft für alle.

Sylvia Weber, Bildungsdezernentin, © Stadt Frankfurt am Main
Dieses Bild vergrößern.

Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung und Integration, dazu: „Vorstellungen von Norm(alität) und Abweichung sind nicht rein historische Themen, sondern bis heute mächtig und aktuell. Wer definiert Normen? Mit welchem Recht, mit welcher Intention und mit welchen Folgen? Wer wird ausgeschlossen? Wen behindert die Gesellschaft und wie ändern wir das? Diesen Fragen stellen wir uns.“

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zum – derzeit in Frankfurt gastierenden – Wanderdenkmal der „Grauen Busse“. Das mobile Denkmal eines in Originalgröße in Beton gegossenen Transportbusses erinnert an die NS-„Euthanasie“-Verbrechen. Die Podiumsveranstaltung setzt diesen Verbrechen das Hinterfragen von Normalitätsvorstellungen entgegen und sammelt neue Ideen und funktionierende Beispiele für eine inklusive Gesellschaft. Ein freier Stuhl lädt das Publikum ein, aktiv mitzudiskutieren.

Die Podiumsdiskussion ist allen Menschen zugänglich und findet in einem barrierearm ausgerichteten Raum statt. Es gibt Simultanübersetzerinnen für Leichte Sprache und Gebärden, damit alle miteinander sprechen können. Interessierte, die Bedarf am Übersetzungsangebot haben, bittet das AmkA um Anmeldung unter E-Mail anmeldung.amka@stadt-frankfurt.de .