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20.02.2018

Neue Verbindungsbrücke zur Siedlung Riederwald – Bau neuer Stromleitungen

Visualisierung Lahmeyerbrücke, © Stadt Frankfurt am Main
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(kus) Die Lahmeyerbrücke ist für die Frankfurter Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung Riederwald eine wichtige Verkehrsverbindung, um die Hanauer Landstraße zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen zu können. Die Brücke ist allerdings mehr als 100 Jahre alt und marode. Deshalb wird das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) eine neue Brücke bauen, die sich in unmittelbarer Nähe westlich von der alten Lahmeyerbrücke befindet.

Die Brücke führt ebenso wie die alte über die Gleise der Hafenbahn und ist rund 160 Meter lang sowie vier Meter breit. Über ebenfalls vier Meter breite Zugangswege wird die Brücke im Norden an die Iselinstraße angebunden, im Süden an die Hanauer Landstraße. Dabei achten die städtischen Planerinnen und Planer darauf, dass auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Brücke problemlos nutzen können.

Im Herbst 2018 gehen die Bauarbeiten los, im Jahr 2020 wird die neue Brücke eröffnet. Die alte Lahmeyerbrücke kann auch während der Bauzeit weiter genutzt werden. Sie wird erst abgebaut, wenn die neue Brücke fertiggestellt ist.

Die NetzDienste Rhein-Main (NRM) nutzen die Aktivitäten des ASE für eigene Baumaßnahmen. Entlang der stillgelegten Hafenbahn stellt die Mainova-Tochter neue Verbindungen zwischen zwei Umspannwerken her. Dazu verlegt die NRM auf der sogenannten Brombeertrasse insgesamt rund 20 Kilometer 110-kV-Hochspannungs- und 30-kV-Mittelspannungsleitungen. Damit sichert der Netzbetreiber die zuverlässige Stromversorgung im wachsenden Frankfurter Osten.

Artenschutzrechtliche Untersuchungen haben ergeben, dass in dem alten Bahngleisbett am nördlichen Bahndamm Mauereidechsen leben, die unter besonderem Artenschutz stehen. Zur Vorbereitung der beiden Maßnahmen werden die kleinen Reptilien von Fachleuten für die Dauer der Bauzeit behutsam umgesiedelt. In dem Zusammenhang ist es notwendig, dass in dem Bereich kleinere Bäume und Sträucher entfernt werden. Das Vorgehen ist mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Naturschutzbeirat abgestimmt. In dieser Woche beginnen die Vorarbeiten dazu.