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24.03.2017

Ein Frankfurter Weg: Das Drogenhilfezentrum Eastside

Ausstellung 'Ein Frankfurter Weg: Das Drogenhilfezentrum Eastside' in der Heussenstamm-Galerie, © Heussenstamm-Stiftung
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Kulturdezernentin Hartwig eröffnet Projektausstellung der Fotografin Meike Fischer

(kus) Die Heussenstamm-Stiftung lädt zum Auftakt der Projekt-Ausstellung „Ein Frankfurter Weg: Das Drogenhilfezentrum Eastside“ am Dienstag, 28. März, um 19 Uhr in die Heussenstamm-Galerie ein. Eröffnet wird die Veranstaltung von der Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Wie sieht eine Drogenhilfe-Einrichtung von außen aus? Und wie von innen? Wie leben dort die Bewohner? Wie sieht ihr Alltag, ihre Freizeitbeschäftigung aus? Wie und wo sehen sie sich in der Gesellschaft? Diesen Fragen ist die Fotografin Meike Fischer ein Jahr nachgegangen und hat das Drogenhilfezentrum Eastside wöchentlich fotografisch untersucht.

Ihre Bilderdokumentation tastet sich von außen nach innen – zunächst interessierte sie die mittlerweile 100 Jahre alte Architektur des einstigen Gaswerks Ost, bevor sie das Innenleben festhielt.

Aber was spiegelt den Alltag in einer Drogenhilfe-Einrichtung besser und authentischer als Aufzeichnungen der Bewohner? Im Anschluss an ihre Arbeit bot Meike Fischer ehrenamtlich einen Workshop in der Eastside an, in dem die Teilnehmer eine Einwegkamera erhielten, mit der sie fotografieren konnten, was ihnen wichtig erschien. Bei einer wöchentlichen Besprechung der Bilder erfolgte eine gemeinsame Auswahl der Schnappschüsse.

Seit 2011 arbeitet die von Bürgermeister Karl Heussenstamm gegründete Stiftung, die seit mehr als 100 Jahren Notleidenden und bedürftigen Künstlern helfen soll, mit der Integrativen Drogenhilfe Frankfurt zusammen. „Ein Frankfurter Weg: Das Drogenhilfezentrum Eastside“ gelingt es, eine ungewöhnliche Schnittstelle zwischen Kunst und Sozialem zu finden.

In der Ausstellung und dem begleitenden Katalog ist es die Kombination aus Fotos von Meike Fischer und den Arbeiten der Drogenkonsumenten, die neue Perspektiven eröffnen. Blicke auf ein Stadtleben, aber auch Zeugnisse von Verbannung aus der bürgerlichen Gesellschaft und des Scheiterns.