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09.02.2016

Jüdisches Museum präsentiert Begleitbuch zur Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle

Die Jüdin Edith Bär (verh. Erbrich, l) mit ihrer Mutter Susanna und der älteren Schwester Hella (r), ca. 1942/43. Der Vater Norbert Bär trug dieses Bild während seiner Deportation stets bei sich, © Privatbesitz
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(pia) Das Jüdische Museum stellt am Dienstag, 16. Februar, 19 Uhr, im Haus am Dom, Domplatz 3, das Begleitbuch zur Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle vor. Fritz Backhaus, stellvetretender Direktor des Jüdischen Museums, führt dazu ein ausführliches Gespräch mit der Zeitzeugin Edith Erbrich. Der Eintritt ist frei.

Vor drei Monaten, am 22. November 2015, hat die Stadt Frankfurt am Main der Öffentlichkeit die Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle übergeben. Das künstlerische Konzept und die Realisierung verantworten die Architekten Marcus Kaiser und Tobias Katz (KatzKaiser, Köln/Darmstadt). Der Gedenkort erinnert an die Massendeportationen aus Frankfurt, denen innerhalb von nur einem Jahr mehr als 10.000 Juden zum Opfer fielen: Kinder, Frauen, Männer, kranke und alte Menschen, die von der Großmarkthalle gewaltsam in die Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager und damit meist in den sicheren Tod verschleppt wurden.

Entwurf für die Erinnerungsstätte an die Deportation von mehr als 10.000 jüdischen Bürgern an der Großmarkthalle, © KATZKAISER GbR, Köln
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Die Begleitpublikation zur Erinnerungsstätte „Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle. Die Deportation der Juden 1941-1945. Das künstlerische Konzept der Erinnerungsstätte von Marcus Kaiser und Tobias Katz und Beiträge zur historischen Bedeutung des Ortes“ mit einer Fotodokumentation von Norbert Miguletz erscheint in einer deutschen und in einer englischen Ausgabe bei Prestel. Es umfasst 266 Seiten und kostet 29,95 Euro.