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27.02.2015

Kaisermacher in Frankfurt

Kupferstich 'Krönung Matthias II in Frankfurt am Main, Ochsenbraten auf dem Römerberg' von Johann Theodor De Bry, 1612, © Repro: Horst Ziegenfusz, historisches museum frankfurt (hmf)
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Stadtgang des Historischen Museums mit Bettina Tenge-Lyazami

(pia) Beim Stadtgang des Historischen Museums am Sonntag, 8. März, 14 Uhr, mit Bettina Tenge-Lyazami geht es um eine bedeutende Tradition der Stadt Frankfurt: Schon im Mittelalter wurden hier die römisch-deutschen Könige und Kaiser gewählt. 1356 wurde die Tradition in der „Goldenen Bulle“ Karls IV. gesetzlich geregelt und machte Frankfurt zur Stadt der Kaisermacher. Bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 war die Goldene Bulle das wichtigste Verfassungsdokument des Reiches. Seit Dezember 2014 zählt das Gesetz zum Weltdokumentenerbe.

Ab dem 16. Jahrhundert wurden die Kaiser in Frankfurt nicht mehr nur gewählt: 1564 wurde Maximilian II. als erster Kaiser in Frankfurt gekrönt. Damit löste Frankfurt die Städte Aachen und Rom ab, die zuvor Krönungsstädte gewesen waren. Insgesamt wurden in Frankfurt neun Kaiser gekrönt. Doch der Krönungsweg, der von der Krönung im Dom zum Krönungsmal im Kaisersaal führte, war nicht immer prunkvoll, wie Bettina Tenge-Lyazami bei diesem Stadtgang erläutern wird.

Auf dem Weg zu den Originalschauplätzen Saalhof, Dom, Römerberg und - nach Verfügbarkeit - dem Kaisersaal im Römer, wird anschaulich, welch Ausnahmezustand Wahl und Krönung für die Stadt Frankfurt und ihre Bewohner bedeuteten und welche Herausforderung es war, die aus dem ganzen Reich angereisten Gäste zu bewirten.

Die Teilnahme an dem Rundgang kostet sieben Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Treffpunkt ist das Foyer des Historischen Museums, Fahrtor 2.