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28.08.2014

Fritz Bauer-Ausstellung nur noch zehn Tage zu sehen

Fritz Bauer, 1965, © fotografie stefan moses, München
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(pia) Am Sonntag, 7. September, endet die Laufzeit der Ausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt – NS Verbrechen vor Gericht“ im Jüdischen Museum. Eine Verlängerung der gemeinsamen Ausstellung des Jüdischen Museums und des Fritz Bauer Instituts ist nicht möglich, weil die Sonderschau im Anschluss im Thüringer Landtag in Erfurt gezeigt wird.

Zum Ende der Laufzeit der Ausstellung September zeigt das Jüdische Museum den Dokumentarfilm „Sondergerichts-Akte 86/43. Rechtsprechung im Namen des deutschen Volkes“. 1943 wurde die 24-jährige russische Fremdarbeiterin Valentina Archipowa wegen „Entwendung von zwei Metern angesengten Stoffes“ von einem Frankfurter Sondergericht zum Tod durch das Fallbeil verurteilt. Reinhard Ruttmann produzierte in den sechziger Jahren eine Dokumentation des Falles, in der er prozessbeteiligte Augenzeugen und den damaligen Sonderrichter vor die Kamera holte.

An dem Abend werden der damalige Redakteur des Hessischen Rundfunks Carl Bringer und Georg D. Falk, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht, anwesend sein. Die Filmvorführung mit freundlicher Unterstützung vom Hessischen Rundfunk beginnt um 18 Uhr im Vortragssaal des Jüdischen Museums. Bis dahin besteht zum letzten Mal bei verlängerter Öffnungszeit die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. Zusätzlich zur kostenlosen öffentlichen Führung um 14 Uhr bietet das Jüdische Museum eine weitere Führung um 11 Uhr an.