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27.06.2014

Frankfurt ist 'Europäische Stadt der Bäume'

Europäischer Baumpflegerat lobt vorbildlichen Einsatz für die Stadtbäume

(pia) Frankfurt ist nun offiziell „Europäische Stadt der Bäume/European City of the Trees“. Der European Arboricultural Council (EAC, Europäischer Baumpflegerat) hat den Titel am Freitagabend, 27. Juni, bei einer Feier im Frankfurter Palmengarten verliehen. „Der Preis soll zeigen, dass Bäume mehr sind als nur Stadtdekoration und dass die Grünleistungen der Bäume im Zeichen des Klimawandels in den Städten für uns Bürger überlebensnotwendig sind“, sagte Jan Goevert, Vorsitzender der EAC-Jury. Der Titel wird seit 2007 verliehen, 2013 trug ihn Frankfurts polnische Partnerstadt Krakau. Von dort reiste Umweltamtsleiterin Ewa Olszowska-Dej zum Kongress der europäischen Baumfachleute nach Frankfurt an, um Umweltdezernentin Rosemarie Heilig ihre Glückwünsche zu überbringen.

Logo 'European City of the Trees' (ECOT) des European Arboricultural Council (EAC), © European Arboricultural Council (EAC)
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Jan Goevert schlug in seiner Rede einen Bogen vom Goethe-Ginkgo am Petrihaus bis zum Frankfurter GrünGürtel, der in den nächsten Jahren über „Speichen“ mit den innerstädtischen Grünanlagen verbunden werden soll. „Bäume erfüllen darin eine ganz besondere Aufgabe“, sagte der Baumexperte. „Sie sorgen mit ihrer enormen Blattmasse für ein gemäßigtes Kleinklima, stellen aber auch für Fledermäuse, Vögel und Insekten sogenannte Wanderbrücken dar, das heißt Populationen können sich signifikant ausbreiten.“ Besonders würdigte der EAC Frankfurts Projekt zum Schutz seltener Höhlenbäume. „Dieses sehr innovative Konzept ist in Deutschland einzigartig und hat sich inzwischen zum ‚Exportschlager‘ in andere Städte entwickelt.“

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig sagte in ihrer Dankesrede: „Der Titel Europäische Stadt der Bäume ist für uns ein Auftrag, den Bäumen in allen städtischen Planungen einen noch größeren Stellenwert zu verschaffen. Ein Tag wie der heutige hilft, im Nutzungskonflikt um die raren freien und grünen Flächen einer Großstadt die richtigen Prioritäten zu setzen.“ Heilig betonte, dass der Titel „Europäische Stadt der Bäume“ nicht von einer politischen Kommission verliehen werde, sondern von Fachleuten. „Ich bin sehr stolz darauf, dass unsere Baum-Fachleute im Frankfurter Grünflächenamt und im Umweltamt eine so großartige Anerkennung durch ihre europäischen Kolleginnen und Kollegen erfahren.“

Mit der Preisverleihung startet ein vielseitiges Baum-Programm für alle Bürger: Eine Reihe von Videos wird das ganze Jahr über zeigen, wie stark Bäume das Lebensgefühl in Frankfurt prägen. Das erste Video hat bei der Feier im Palmengarten Premiere und kann unter http://www.frankfurt-greencity.de angesehen werden. Außerdem haben das Umweltamt und Grünflächenamt einen Baum-Führer erstellt, der Lust macht, einige charakteristische Frankfurter Bäume zu entdecken und ihre Geschichten zu erfahren. Er ist unter anderem in der Bürgerberatung, Römerberg 32, und beim Umwelttelefon unter 069/212-39100 kostenlos erhältlich. Zu lesen gibt es außerdem noch mehr: Das gerade erschienene Buch „Bäume/Räume/Träume“ von Henner Drescher beschreibt in 100 Baum-Porträts einmalige, vielen noch völlig unbekannte grüne Winkel Frankfurts und eindrucksvolle Baumriesen. Am Sonntag, 20. Juli, beginnt dann um 15 Uhr das Umweltdezernat eine Reihe mit Lesungen unter Bäumen. Den Auftakt zum Frankfurter Lesesommer macht der Schriftsteller Andreas Maier mit einer Stunde „Heimatkunde“ unter dem Sossenheimer Speierling. Der Flyer ist unter http://www.frankfurt-greencity.de online. Am Dienstag, 22. Juli, um 13 Uhr eröffnet dann im StadtWaldHaus die Ausstellung „Waldgrün-Stadtgrün“. Und am Mittwoch, 23. Juli, um 18 Uhr können Bürger auf der nächsten Green-City-Veranstaltung mit hr-iNFO mit Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und dem Baumexperten Jan Goevert über die Bedeutung und Perspektiven der Bäume in der wachsenden Stadt diskutieren. Weitere Informationen gibt es unter http://www.frankfurt-greencity.de und in dem beigefügten PDF-Download.