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Kartoffelkäfer

Leptinotarsa decemlineata

Wie erkenne ich den Kartoffelkäfer?
Der Käfer ist zwischen 6 und 11 Millimeter lang. Sein Rücken ist charakteristisch gelb mit schwarzen Streifen. Die Larven sind rosa bis rot und haben an den Seiten schwarze Punkte. Die leuchtend gelb-orangenen Eier kleben meist in Gruppen an der Blattunterseite der Wirtspflanze. Kartoffelkäfer sind vorwiegend, wie ihr Name schon sagt, auf Kartoffeln zu finden. Aber sie zeigen auch an anderen Nachschattengewächsen Interesse.

Woher stammt er?
Die ursprüngliche Heimat des Kartoffelkäfers ist Colorado/USA. Durch die Nutzung der Kartoffel als Kulturpflanze, konnte sich der Käfer schnell in den USA ausbreiten, so dass er die Atlantikküste und damit auch die Häfen nach Europa erreichte. In Deutschland wurde er erstmals 1876 entdeckt.

Wo ist er in Frankfurt zu finden?
Der Kartoffelkäfer braucht als Wirtspflanze die Kartoffel. Demnach könnte er in jedem Gemüsegarten anzutreffen sein.

Was ist wissenswert über diesen Neubürger?
Hungersnot

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg war die Kartoffelkäfer-Population hier in Deutschland so groß, dass starke bis hin zu totalen Verlusten in der Kartoffelernte hingenommen werden mussten.
Inzwischen wurde er von unserer heimischen Natur als Teil der Nahrungskette akzeptiert und hat hier natürliche Feinde gefunden.

Kalter Krieg
Zur Zeit des Kalten Krieges beschuldigte die damalige UdSSR die USA, Osteuropa mit Kartoffelkäfern bombardiert zu haben. Der Kartoffelkäfer erhielt in der Sowjetunion daher den Beinamen "Sechsbeiniger Botschafter der Wallstreet".

Kartoffelkäferlarve: verfärbt sich im Laufe ihrer Entwicklung von rot zu grau

Kartoffelkäfereier an der Blattunterseite einer Kartoffelpflanze