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Chronik von Bornheim

Bornheim (1850), © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Bernemer Kerb 1910, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Siedlung Bornheimer Hang, Heiligkreuzkirche 1929, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Frühzeit bis 1499

6. Jahrhundert
In der Landnahmezeit (Merowingergräber an der Seckbacher Landstraße) entsteht die fränkische Siedlung Bornheim („Heim des Bruno“?).

1194:
„Henricus von Burnheim“ genannt. Erste sichere Erwähnung des Ortes.

1303:
Das Landrecht der Grafschaft Bornheimer Berg (19 Dörfer um Frankfurt) wird in einem Weistum neu geregelt. Die Grafschaft ist ein Relikt des ehemaligen Reichsterritoriums an Rhein und Main, das Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) organisierte.

1320:
Ludwig der Bayer verpfändet die Grafschaft Bornheimer Berg an die Grafen von Hanau.

1336:
Schultheiß und Schöffen von Bornheim werden als Frankfurter Bürger genannt und stehen damit in engster Rechtsbeziehung zur Reichsstadt.

1397:
Junker Wisse, der Inhaber der Bornburg (später „Günthersburg“), verpflichet sich, Haus und Hof der Stadt Frankfurt offen zu halten.

1438:
Die Bornheimer genießen Burgrecht in Frankfurt, d.h. sie können in Kriegszeiten hinter den Stadtmauern Zuflucht nehmen.

1474/75:
Die Schelme von Bergen verkaufen ihr Reichslehen zu Bornheim an die Stadt Frankfurt. Bornheim wird ein Frankfurter Dorf.

1478:
Bau der Friedberger Warte, die die Bornheimer Landwehr, ein Teil der Frankfurter Feldbefestigung, nach Norden abschließt.

1481/84:
Hanau verzichtet auf seine Rechte in Bornheim, Hausen und Oberrad, Frankfurt auf seinen Sitz im Grafschaftsgericht, das nach Bergen verlegt wird.

1488/89:
Erbauung der Bornheim-Seckbacher Landwehr (Gemarkungsgrenze zwischen Festeburg und Riederbruch).

1500 bis 1899

1522:
Die „Bornheimer Heide“ (etwa um den merianplatz) entsteht durch Einschlag des „Bornheimer Holzes“ zwischen Frankfurt und dem „fröhlichen Dorf“.

1527:
Einführung der Reformation in Bornheim.

1606:
In Bornheim entsteht eine erste Schule.

1607:
Eine Wasserleitung für Frankfurt in hölzernen Rohren wird von der Friedberger Warte zum Römerberg gelegt.

1690:
Die Bornburg wechselt den Besitzer und wird in Günthersburg umbenannt.

1726:
Das Frankfurter Landamtsinvenatr verzeichnet in Bornheim 143 Hofraiten mit 150 „Gemeindsleuten“ und 10 „Beisassen“.

1778/79:
Der Rest des „Bornheimer Eichwaldes“ (zwischen Günthersburgpark und Friedberger Landstraße) wird abgeholzt.
Bau der heutigen evangelischen Johanniskirche.

1785:
(3. Oktober) Der französische Luftschiffer Blanchard steigt mit einem Heißluftballon von der Bornheimer Heide auf und landet in Weilburg.

1800:
Bornheim hat 1.400 Einwohner.

1823:
Bornheim entsendet erstmals zwei Abgeordnete in den Frankfurter Gesetzgebenden Körper.

1827:
Mit dem Hohen Brunnen wird die erste Wasserleitung im ort eingeweiht.

1837:
Der Frankfurter Stadtgärtner Sebastian Rinz beginnt für Freiherr Carl Meyer von Rothschild den Günthersburgpark anzulegen.

1851:
Der Bornheimer Friedhof wird eröffnet.

1855:
Carl Meyer von Rothschild legt die Bornburg nieder und erbaut das Schlösschen Günthersburg.

1862:
(13.-19. Juli) Erstes Deutsches Schützenfest auf der Bornheimer Heide.

1863:
Gasbeleuchtung in Bornheim.

1864/65:
Als erste Bürgerschule wird die Kirchnerschule erbaut, benannt nach dem Pfarrer und Historiker Dr. Anton Kirchner (1779-1835).

1864/66:
Der Rothschildsche Luisenhof entsteht (heute Städtischer Fuhrpark).

1867:
Durch die nach Frankfurt vorrückende Bebauung hat Bornheim über 5.000 Einwohner.

1867/77:
Bau der katholischen St. Josephskirche (Neubau 1931/32).

1877:
Bebauung der Bornheimer Heide.
Am 1. Januar Eingemeindung in die Stadt Frankfurt (435 Hektar und 10.085 Einwohner).

1878:
Bornheim wird der Vogelsberger Wasserleitung angeschlossen und erhält Kanalisation.

1879:
Eine Pferdebahn verbindet Bornheim mit der Frankfurter Innenstadt.

1883:
Erste Bornheimer Volksschule eröffnet: Lersnerschule, benannt nach dem Frankfurter Chronisten Achilles August von Lersner (1662-1732).

1889:
Die Brentanoschule nimmt als zweite Bornheimer Volksschule den Unterricht auf, benannt nach dem Romantiker Clemens Brentano (1778-1842), zunächst Löwengasse, 1897 in die Arnsburger Straße verlegt.

1891:
Die Stadt Frankfurt erwirbt das Günthersburggelände (29 Hektar). Aus der Orangerie entsteht die „Gnadenkirche der reformierten Gemeinde“.

1892:
Öffnung des Günthersburgparks.

1893:
Erbauung der Lutherkirche.

1894:
Inbetriebnahme der Feuerwache Nordost in der Burgstraße.

1895:
Entstehung der Rothschildallee.

1899:
Entstehung der Habsburger- und Wittelsbacherallee.

1900 bis 1949

1900:
Bornheim wächst auf 29.000 Einwohner.
Die Taubstummenanstalt in der Gabelsberger Straße wird eröffnet.
Die Straßenbahn wird elektrifiziert (1902 Trambahndepot Heidestraße).

1904:
Bornheimer Realschule eröffnet.

1906:
Comeniusschule eröffnet, benannt nahc dem Pädagogen Johann Amos Comenius (1592-1670).

1908:
Bethanien-Krankenhaus am Prüfling eröffnet.

1912:
Weidenbornschule (zweite Realschule) eröffnet.

1915:
Meuniers „Sämann“ wird am Westeingang des Günthersburgparks aufgestellt.

1923:
Die Elly-Heuss-Knapp-Schule (Berufsschule für werktätige Mädchen in Hauswirtschaft, Industrie und Handel) gegründet.

1928/29:
Die Heiligkreuzkirche, die zweite katholische Kirche Bornheims, entsteht in der Kettelerallee.

1929:
Der Bornheimer Hang wird bebaut.

1930:
Die Friedrich-Ebert-Schule eröffnet (1922 als Reformschule Röderberg gergündet).

1943/44:
Spreng- und Brandbomben zerstören viele Bornheimer Viertel. Am 11. Dezember 1944 wird Alt-Bornheim verwüstet.

1950 bis 1969

1950:
Boehles „Stier“ wird im Günthersburgpark aufgestellt.

1954:
Mit der Michaelskirche wird die modernste katholische Kirche geweiht (Rotlintstraße).

1954/55:
Die evangelische Heilandskirche ensteht in der Saalburgallee.

1956/57:
Die Siedlung an der Dortelweiler Straße (800 Wohnungen und 50 Einfamilienhäuser) entsteht.

1960:
Das Katharinen-Krankenhaus wird in Betrieb genommen.

1962:
Die evangelische Wartburgkirche wird eingeweiht.

1964:
Die Sozialstation Bornheim wird eröffnet.

1966:
Taufe des Frachtmotorschiffes „Bornheim“ der Unterweser-Reederei GmbH Bremen (38.800 BRT).

1968:
Erste Dippemess auf dem Festplatz am Ratsweg.

1970 bis 1989

1970:
Eröffnung des Hallenbades Bornheim.

1971:
Richtfest für die Wohnhochhäuser am Bornheimer Hang.
Baubeginn am U-Bahn-Baulos 17 in Bornheim, Anfahrschacht Berger Straße/Heidestraße.

1972:
Das Unfallkrankenhaus stellt den Rettungshubschrauber „Christopher II“ in Dienst.
Durchschlag der U-Bahn-Tunnelröhre in Bornheim zwischen der Kreuzung Berger Straße/Rendeler Straße und der Seckbacher Landstraße.

1973:
Grundsteinlegung für das jüdische Altersheim.
Anstich des U-Bahn-Bauloses 18a für die Versuchsstrecke unter der Berger Straße (zwei übereinanderliegende Tunnelröhren).

1975: Demontage des Uhrtürmchens Berger Straße im Zuge des U-Bahn-Baus.
Die Stadtverordnetenversammlung beschließt den Alleentunnel.

1976:
Einweihung des Bürgertreffs Bornheim, Saalburgstraße 17.
Öffentliche Besichtigung der U-Bahn-Station Merianplatz.
Die Friedrich-Ebert-Schule am Bornheimer Hang wird Gesamtschule I.
Tunneldurchstich im Bereich Bergerstraße/Höhenstraße.

1977:
Festwoche zum 150. Brunnenfest und zur Säkularfeier der Eingemeindung (4.-13. Juni).
Fertigstellung des Jüdischen Altenzentrums.
In Bornheim, Höhenstraße 43, wird ein „Schreiberladen“ eröffnet, der kostenlos Schreibhilfe bei Amtsgesuchen u.ä. bietet.
Bornheimer Bürger gründen den Verein „Frankfurter Fabrik-, Kultur-, Sozial- und Bildungszentrum e.V.“ mit dem Ziel, die Stadt für das Mouson-Gelände als Kommunikationszentrum zu gewinnen.

1978: Die Bornehimer Abnedrealschule geht vom Bund für Volksbildung in kommunale Trägerschaft über.
Die Straßenbahnlinie 13 wird eingestellt.
Eröffnung eines deutsch-amerikanischen Kontaktzentrums in Alt-Bornheim.
Einweihung der Synagoge im Jüdischen Altenzentrum.
Pro Familia, Beratungsstelle für Sexualberatung und Familienplanung, eröffnet in der Fechenheimer Straße in Bornheim ihre erste stadtteilbezogene Beratungsstelle.

1979:
Eröffnung der Zentrale für ambulante Krankenpflege.
Eröffnung eines neuen Treffpunkts der Naturfreundejugend.
Eröffnung der neuen Galerie „Ateliergemeinschaft“ in der Bornheimer Landstraße.
Mobile Kinderkrankenpflegestation des Evang. Regionalverbandes eröffnet.
Die Stadt erwirbt auf dem Wege der Ersteigerung das ehemalige Mouson-Fabrikgelände.
Eröffnung der Fußgängerbrücke Rothschildallee/Burgstraße.
U-Bahn-Richtfest zur Fertigstellung der Stationen Merianplatz und Höhenstraße.

1990 bis 1999

1990:
Nach seiner Schließung vor einem halben Jahr öffnet nach einer organisatorischen Vorlaufphase der Jugendtreff Bornheim Rendeler Straße 9-11 mit neuer Konzeption und in Trägerschaft des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit. Er stellt ein Freizeitangebot für jüngere Jugendliche bereit.
Im Bürgerhaus Bornheim findet die erste große Versammlung der „Mieter-Initiative Bornheim, Nordend, Ostend“ statt.
Eröffnung der Medienwerkstatt Germaniastraße im Bunker Germaniastraße 89 durch die Medienwerkstattinitiative, die Naturfreundejugend und die Gesellschaft zum Transport von Jugendkultur „Waggong“, die alle dort bereits seit einigen Jahren ihr Quartier haben.

1991:
Am Straßenbahndepot in der Heidestraße werden Container aufgestellt, in denen aus den neuen Bundesländern angeworbene Angestellte der Stadtwerke, im besonderen Straßenbahnfahrer, „provisorisch“ untergebracht werden.
Das Mutter-Kind-Beratungszentrum, seit kurzem umbenannt in „Interkulturelle Frauenarbeit“, richtet in einer zugemieteten Etage im Haus Berger Straße 211 ein Mädchentreff ein.

1992:
Die Hausbesitzerin des Hauses Bornheimer Landstraße 20, die Heilsarmee, kündigt für die Räume des 1975 eröffneten privaten, über 2000 Raritäten umfassenden Radiomuseums von Dejan Dejanov Eigenbedarf an.
Das TiB (Theater in Bornheim) eröffnet ein „English Pocket Theatre“.

1993:
Fertigstellung der Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden, dem Evangelischen Regionalverband gehörenden Fachwerkhauses Turmstraße 11, das fortan vom Förderkreis Historisches Bornheim als „Museumsladen“ genutzt wird.

1994:
Mit einem großen Jubiläums- und Stadtteilfest feiert Bornheim am 9. und 10. Juli im Ostpark, organisiert vom Vereinsring, seinen 800. Geburtstag.
Eröffnung des TiB Russkij Teatr, Deutschlands einziges russisches Theater, im Theater in Bornheim.

1995:
Das TiB International Theatre in der Bornheimer Landwehr 35 plant im Haus Hanauer Landstraße 14, ehemals für das Frankfurter Operettentheater erbaut, sein neues Domizil einzurichten.
Der untere Teil der Rendeler Straße erhält einen neuen Straßenbelag und Parkbuchten.
Das Sankt Katharinen-Krankenhaus nimmt einen neuen, 1,5 Millionen Mark teuren Röntgen-Computertomographen in Betrieb, den schnellsten in Hessen, der vor allem der Gefäßchirurgie dient.

1996:
Die Theatercompagnie Tagträumer findet in der Kulturwerkstatt Germaniastraße ein neues Quartier, nachdem ihr altes in der Borsigallee abgerissen worden war.
Ein Förderverein für das Sankt Katharinen-Krankenhaus wird gegründet.
Der Platz an der Endhaltestelle der Linie 14 an Wittelsbacherallee und Inheidener Straße wird nach dem Frankfurter Architekten und Stadtplaner Ernst May (1886-1970) benannt.

1997:
Das Denkmalamt hat der Neugestaltung des Platzes vor der Heiligkreuzkirche zugestimmt. Der Platz erhält nach der Neugestaltung den Namen „Martin-Weber-Platz“ nach dem Architekten der Kirche.
Das TiB International Theatre, das in der Bornheimer Landwehr 35, in einem ehemaligen Auslieferungslager für Eier und Käse sein Domizil hatte und dessen Pläne für ein neues Quartier in der Hanauer Landstraße 14 scheiterten, findet unter dem neuen Namen „Internationales Theater Frankfurt“ mit seinen fünf Sparten - Angebote in englischer, französischer, italienischer, russischer und deutscher Sprache, denen noch eines in japanischer dazukommen soll - in der Zoo-Passage Hanauer Landstraße 7-9 einen neuen Spielort. Das Haus hat 156 Plätze, ist an die Räume der ehemaligen CDU-Wahlkampfzentrale angebaut, die für die Gastronomie und als Foyers genutzt werden.
Der Förderkreis Historisches Bornheim und der Bürgerverein Bornheim schließen sich zusammen.
Auf dem 8.000 qm großen Gelände der ehemaligen Firma Reinhard, Cramer & Fraenkel, die Möbel und Maschinen herstellte und deren Produktionsstätten im Krieg weitgehend zerstört wurden, entsteht mitten in Alt-Bornheim der Gewerbepark „Löwenhof“ für Lager- und Produktionshallen, Büros und Logistikzentren.

1998:
Die Deutsche Post AG eröffnet ihre neue Filiale (Postamt 60) in der Saalburgallee 19, eine sogenannte „Center-Filiale“, die Vorbildcharakter für andere Zweigstellen in Hessen haben soll und aufgrund einer Testphase mit bundesweit 17 Pilotprojekten eingerichtet wurde.
Die Medienwerkstatt Frankfurt (Mewi) richtet im Bunker Germaniastraße ein Kinderkino ein.
Am Sankt Katharinen-Krankenhaus können Leistenbrüche jetzt auch leparoskopisch (mittels „Knopflochchirurgie“) operiert werden.

seit 2000

2000:
Das Sankt Katharinen-Krankenhaus schließt seine Abteilung für Frauenheilkunde. Dies erfolgt aufgrund einer Vereinbarung zwischen den Krankenkassen und dem Hofacker-Verband. Aus ökonomischen Gründen ist eine Schwerpunktsetzung notwendig. Das Sankt Katharinen-Krankenhaus konzentriert sich auf die Altersmedizin, auf die Abteilungen Neurologie, Innere Medizin, Urologie und Chirurgie.
Caritas und Evangelischer Regionalverband richten ein Kaufhaus für Gebrauchtkleider und -möbel ein. Der 500 qm große „Familienmarkt“ in der Bornheimer Landwehr ist für Sozialhilfeempfänger und Besitzer des Frankfurt-Passes.

2001:
Da nur noch äußerst wenig von der originalen Bausubstanz von 1888 mit Ausnahme des Turmes vorhanden ist, werden vom Volksbrausebad Merianplatz entgegen der ursprünglichen Ankündigung auch die Außenmauern abgerissen, allerdings in den ursprünglichen Proportionen wiederhergestellt.
Die Stadt realisiert gemeinsam mit dem Fahrradgeschäft Böttgen Frankfurts erste Rennstrecke für BMX-Fahrer in einer Anlage zwischen Berger Straße, Löwengasse und Kirchnerschule.
Die Sportgemeinschaft Bornheim/Grün-Weiß an der Seckbacher Landstraße bekommt einen neuen Kunststoffrasen auf dem alten Tennensportplatz, der bei Regen eine Schlammwüste war und im Sommer gewässert werden mußte.
Die „Wohnungsbaugenossinnenschaft Lila Luftschloss“ weiht ihr neu errichtetes Frauenhaus in der Heidestraße 51 ein.

2002:
Der Bund verkauft den Bunker in der Rendeler Straße, der seit Ende der 1970er Jahre überwiegend von Musikern und Vereinen genutzt wird, an eine Bietergemeinschaft, die das Gebäude als eine Art Kulturzentrum erhalten möchte.

2003:
Johannis- und Heilandgemeinde fusionieren zur „Evangelischen Kirchengemeinde Bornheim“; die barocke Johanniskirche wird zum gemeinsamen religiösen Zentrum.
Der „Burghof“, seit fast 100 Jahren Sitz der Feuerwehr, findet nach dem Umzug der Feuerwache 2 in das Brandschutzzentrum am Marbachweg eine neue Bestimmung: Nach dem Abriss aller Gebäude mit Ausnahme der „Villa“ genannten denkmalgeschützten Unterkunft der Feuerwehr ist Baubeginn für 74 Eigentumswohnungen; die renovierte Villa wird den Kindern der „Spiel- und Lernstube“ aus der Gaußstraße als neues Domizil dienen (geplante Fertigstellung: Ende 2004).

2004:
Startschuss für die Renovierung und den Ausbau des Altenzentrums der jüdischen Gemeinde Frankfurts (geplante Fertigstellung: Herbst 2005).
Im Sankt Katharinen-Krankenhaus werden der neue Operationstrakt mit vier Sälen und das neue Infektionsgebäude mit 18 Quarantänezimmern in Betrieb genommen.
Der 2003 gegründete „Hospizverein Sankt Katharina e. V.“ bringt den Bau eines stationären Hospizes für Schwerstkranke und Sterbende auf dem Gelände des Sankt Katharinen-Krankenhaus voran (geplante Fertigstellung: Frühjahr 2005).
Das traditionsreiche Haus „Berger 319“, ein altes Fachwerkhaus in der Berger Straße, wird saniert und anschließend als Lokal mit regionaler Küche wieder eröffnet.
Die Orgel der Johanniskirche, als erste Frankfurter Nachkriegsorgel aufgestellt, ist nicht mehr sanierungsfähig und muss ersetzt werden; die Evangelische Gemeinde Bornheim beginnt daher mit einer Reihe von Veranstaltungen, die Spender und Sponsoren mobilisieren sollen.
Das Bethanien-Krankenhaus eröffnet das neue Adipositas-Zentrum.

2005:
Infolge von Änderungen im Krankenhausrecht übernimmt das Sankt Katharinen-Krankenhaus im Januar die Trägerschaft für die Geriatrische Klinik im Seckbacher Hufelandhaus.
Die Deutsche Bahn eröffnet an der Berger Straße das erste „DB Mobility Center“ Deutschlands, also einen Fahrkartenverkauf außerhalb eines Bahnhofs.
Die Hallgarten-Förderschule am Bornheimer Hang feiert ihr 75jähriges Bestehen; von dem damaligen Stadtbaumeister Ernst May in Kooperation mit Eltern und Lehrern entworfen, ist sie nach wie vor ein Paradebeispiel für die Architektur des „Neuen Frankfurt“.
In der Rohrbachstraße wird am 5. September eine Stele von Clemens Strugalla enthüllt, die dem Gedenken an die 151 Frankfurter Zeugen Jehovas gewidmet ist, die zur Zeit des Nationalsozialismus verfolgt worden sind.
Das ehemalige Straßenbahndepot in der Heidestraße ist im September von der Verkehrsgesellschaft Frankfurt an die ABG Frankfurt Holding verkauft worden; während in die unter Denkmalschutz stehende Wagenhalle Einzelhändler, Gastronomen und Vereine einziehen sollen, werden auf dem restlichen Gelände zwischen Heide-, Gronauer- und Rendeler Straße 200 familienfreundliche Wohnungen entstehen (geplanter Baubeginn: Sommer 2006)
Die Glasanbauten zu beiden Seiten des Turms der Lutherkirche sind vollendet; dafür wird das Gemeindehaus am Musikantenweg aufgegeben.
Die TG Bornheim eröffnet das neue „Sportcenter Bornheim“ an der Inheidener Straße.
Inbetriebnahme des neuen Anbaus des Bethanien-Krankenhauses an der Straße Im Prüfling; hier sind Operationssäle, eine Intensivpflege und zwei allgemeine Stationen untergebracht.
Der 2003 vollzogene Zusammenschluss der beiden Gemeinden Johannis und Heiland hat nun auch städtebauliche Konsequenzen: Anfang September erfolgt die Grundsteinlegung für das neue Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Bornheim in der Großen Spillingsgasse, das den Neuanfang dieser noch jungen Gemeindegründung symbolisieren soll (geplante Fertigstellung: Ende 2006); außerdem wird im November die baufällige Heilandskirche in der Saalburgallee abgerissen; hier soll ein Diakoniezentrum mit Kindergarten, Altenpflegeheim, betreuten Wohnungen und einer Kapelle errichtet werden (geplante Fertigstellung: 2007).
Das erste Teegeschäft Frankfurts, das sein Produkt in über 80 Varianten nicht nur verkauft, sondern auch ausschenkt, ist seit November das „Teelirium“ in der Berger Straße 104.
Spatenstich für ein Kinder- und Jugendhaus, das die SG Bornheim / Grün-Weiß zwischen Vereinsgaststätte und Kabinentrakt auf dem Sportplatzgelände an der oberen Berger Straße errichtet (geplante Fertigstellung: Sommer 2006).

Chronik wird nicht fortgesetzt.