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Seckbach

Rathaus Seckbach, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Als «villa Seckibah» (Sickerwasser) erscheint Seckbach urkundlich erstmals im Jahre 880, als König Ludwig III. die Schenkungen seines Vaters an die Salvatorkapelle in Frankfurt (den späteren Dom) bestätigt, darunter Besitzungen eines Mannes namens Ruotker in Seckbach. Erwähnt wird Seckbach bereits im Lorscher Reichsurbar (830-850). Seckbach gehörte zur königlichen «Grafschaft» Bornheimer Berg. Ortsherren waren die Schelme von Bergen und auch die Ritter von Kronberg. In Frankfurt besaßen die Seckbacher Burgrecht. Bei der Aufteilung der Grafschaft Bornheimer Berg 1481/84 fiel Seckbach an die Herren (Grafen) von Hanau, denen Kaiser Ludwig der Bayer bereits 1320 die Grafschaft verpfändet hatte. Frankfurt konnte zunächst einige Rechte behalten, etwa das Recht, den Schultheißen einzusetzen. 1736 wurden die Landgrafen (ab 1803 Kurfürsten) von Hessen die Erben der Hanauer, 1866 erfolgte die Eingliederung in den preußischen Staatsverband.

Im Jahre 1900 wurde Seckbach nach Frankfurt eingemeindet. Frankfurt gewann damit dringend benötigten Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum. Gerade die Seckbacher Gemarkung war ideal dazu, da sie von den Niederungen des Altmain bis hinauf zum Lohrberg und zur Berger Höhe, die 1759 Schauplatz einer Schlacht und 1790 die Stätte eines Heerlagers zum Schutz von Wahl und Krönung in Frankfurt war, reichte. So entstanden seit 1910 im Tal Industriegebiete und auf der Höhe die Volksparks Huthpark und Lohrberg, wo auch Kleingärten und - an einer Stelle, an der schon in früherer Zeit Wein wuchs - ein Weinberg angelegt wurden. Damit gehört Frankfurt auch heute noch zu den wenigen deutschen Großstädten, die über einen eigenen Weinberg innerhalb des Stadtgebiets verfügen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Bevölkerungszahl rasch zu, vor allem nach dem Bau der Atzelbergsiedlung in den 70er Jahren. Unfallkrankenhaus, Blumengroßmarkt, Buchhändlerschule und zwei Altenheime entstanden ebenfalls auf Seckbacher Gebiet.

Stadtteil-Fakten

Einwohner: 10.194
Fläche: 804,1 Hektar
Eingemeindung: 1. Juli 1900

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