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Luftreinhalteplan

Frankfurter Skyline mit dem Taunus im Hintergrund, © Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt
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Im Jahr 2003 wurden im Rhein-Main-Gebiet an verschiedenen Messstationen die Grenzwerte für Luftschadstoffe überschritten. Vor diesem Hintergrund hat das Land Hessen im Jahr 2005 für den Ballungsraum Rhein-Main einen Luftreinhalteplan aufgestellt, der langfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität enthält. Aufgrund des seit 2010 gültigen Grenzwerts für Stickstoffdioxid ist am 14. November 2011 die 1. Fortschreibung des Luftreinhalteplans für den Ballungsraum Rhein-Main, Teilplan Frankfurt am Main in Kraft getreten. Die 2. Fortschreibung befindet sich in Arbeit.

Als Hauptverursacher der Schadstoffbelastung wird der Verkehr angesehen. Insbesondere dieselbetriebene PKW emittieren zu viel Stickoxide, sodass der Grenzwert für Stickstoffdioxid im Stadtgebiet Frankfurt an verkehrsreichen Stellen oft nicht eingehalten werden kann.

Maßnahmen des Luftreinhalteplans

Eine wichtige lokale Maßnahme ist die Einführung der letzten Stufe der Umweltzone Frankfurt am Main. Seit dem 01.01.2012 dürfen nur noch Fahrzeuge mit einer grünen Plakette in die Umweltzone einfahren. In bestimmten Fällen können Ausnahmen von der Plakettenpflicht erlassen werden. Diese sind dem aktuellen Luftreinhalteplan oder unter dem Link "Umweltzone Frankfurt am Main" zu entnehmen. Ausnahmegenehmigungen sind beim Straßenverkehrsamt (Gutleutstraße 191, 60327 Frankfurt am Main, Tel.: 069-212-40582, Email: ausnahmen.stvo@stadt-frankfurt.de) zu beantragen.

Eine weitere umfangreiche Maßnahme ist die Umstellung der gesamten städtischen Busflotte auf einen verbesserten Emissionsstandard. Die gesamte Frankfurter Busflotte fährt mindestens mit dem umweltfreundlichen „EEV-Standard“, sukzessive werde diese Busse mittlerweile gegen Busse mit der derzeit umweltfreundlichsten Abgasnorm (EURO VI) ersetzt. Auch wird die Fernwärmenutzung im Stadtgebiet weiter ausgebaut. Emissionen durch die Gebäudeheizung werden somit vermindert.

Das Land Hessen geht davon aus, dass die in allen deutschen Städten vorhandene hohe Stickstoffdioxidbelastung nicht allein durch lokale Maßnahmen zu reduzieren ist.

Überregional wirksame Maßnahmen sind zum Beispiel eine weitere Verschärfung der Abgasnormen insbesondere von Personenkraftwagen, sodass die Emissionen von EURO 6/VI Fahrzeugen im realen Verkehr deutlich reduziert werden. Messungen haben gezeigt, dass bei der neuen, für PKW gültigen EURO 6 Abgasnorm die (Labor-)Grenzwerte im realen Straßenverkehr hinsichtlich Stickoxide um ein vielfaches überschritten werden.

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