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17.09.2007

LUCAS wird 30 - Internationales Kinderfilmfestival feiert Jubiläum

Frankfurt am Main (fif/pia) Zu seiner 30. Auflage freut sich das Internationale Kinderfilmfestival LUCAS 2007 vom 23. bis 30. September 2007 in Frankfurt am Main über wachsende Bedeutung: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Einreichungen um 25 Prozent. Mehr als 200 Filme aus 43 Ländern waren beim veranstaltenden Deutschen Filminstitut - DIF eingegangen. Davon gezeigt werden in den kommenden Wochen ca. 24 Kurz- und Langfilme.

LUCAS zeigt Filme, die sich an Kinder von fünf bis zwölf Jahren richten. Jungen und Mädchen spielen dabei nicht nur die Hauptrolle, sie entscheiden auch mit, wer die LUCAS-Preise erhält. Die LUCAS-Jury ist paritätisch mit fünf Erwachsenen und fünf Kindern besetzt.
Jim Anton Schwarz (11 Jahre), Julian Sperling (12 Jahre), Mala Maria Emde (11 Jahre), Lilli von Bebenburg (13 Jahre) und Mira Fröhlich (13 Jahre) sind während des Festivals vom Schulunterricht befreit, um aktuelle Kinderfilme aus über vierzig Ländern zu sehen und anschließend zu beurteilen. Die Besetzung erfolgte in Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk in der Radiosendung hr2-Domino.

Fünf Preise werden bei LUCAS 2007 vergeben. Neben den beiden Ersten Preisen des LUCAS-Wettbewerbs, die jeweils mit 2500 Euro dotiert sind, wird zum zweiten Mal der mit 1000 Euro dotierte LUCAS-Kurzfilmpreis verliehen. Außerdem werden zwei weitere internationale Preise vergeben: Die internationale Jury des Centre International du Film pour l´Enfance et la Jeunesse (CIFEJ) zeichnet mit dem Prix-CIFEJ einen Film aus, der das Verständnis der Kinder füreinander auf der ganzen Welt fördert. Seit 2004 verleiht außerdem die internationale Fédération Internationale des Cine Clubs (F.I.C.C.) den Don Quijote Preis an einen Beitrag des Wettbewerbs.

Über LUCAS 2007

Als einziges, vom Internationalen Festivalverband FIAPF anerkanntes Kinderfilmfestival Hessens und bundesweit bedeutende Informationsbörse für Kinderfilm spricht LUCAS 2007 gleichermaßen Filmbranche, Medien, Pädagogen, Fachkreise und Publikum an. Die Kurz- und Langfilme im Wettbewerb und Sondervorführungen präsentieren aktuelle Trends und Produktionen bevor sie in die Kinos kommen. Zahlreiche nationale und internationale Premieren mit Gästen stehen an den beiden Spielorten, dem Kino im Deutschen Filmmuseum und dem CineStar Metropolis, auf dem Programm. Regisseure der Wettbewerbsfilme reisen an, um ihre Filme persönlich dem Publikum und Fachkreisen vorzustellen.

Der aktuellen Situation des Kinderfilms in Deutschland widmet sich eine Podiumsdiskussion, die gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet wird. "Kinderfilm hat sich in den vergangenen Jahren gerade für Mainstream-Produktionen zu einem kommerziell wachsenden Bereich entwickelt. Künstlerisch und pädagogisch anspruchsvolle Filme kämpfen aber nach wie vor damit, trotz ihrer unbestrittenen Qualität in den Kinoverleih zu kommen. Dabei nehmen Festivals wie LUCAS eine wichtige Rolle für Präsentation und Vermarktung sowie eine Auswertung fürs Kino und später im Fernsehen oder auf DVD ein," so Festivalleiter Günther Kinstler.

Zum Jubiläumsjahr präsentiert LUCAS eine "Best Of"-Reihe aus 30 Jahren Festivalgeschichte. Seit 1985 prämiert die LUCAS-Jury die zwei besten Kinder?lme des Wettbewerbs. Die Liste der Sieger - von MITT LIV SOM HUND (Mein Leben als Hund, Schweden 1985, Regie: Lasse Hallström) und S CERTY NEJSOU ZERTY (Mit den Teufeln ist nicht zu spaßen, CSSR 1984, Regie: Hynek Bocan), bis hin zu den aktuellen Preisträgern AN-NYOUNG, HYOUNG-AH (Mein kleiner Bruder, Südkorea 2005, Regie: Lim Tai-hyung) und PAULAS GEHEIMNIS (D 2006, Regie: Gernot Krää) - spannt einen Bogen über viele Länder und Genres und unterstreicht die Qualität sowie die Vielfalt der Produktionen. Einige werden in der "Best Of"-Reihe wieder zu sehen sein.
Mitveranstalter des 1975 erstmals ausgerichteten Festivals sind seit 1995 der Bundesverband Jugend und Film (BJF) und seit 2004 die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen).

Film- und Medienkompetenz vermitteln

"LUCAS leistet einen wichtigen Beitrag für die Vermittlung von Film- und Medienkompetenz an Kinder und Jugendliche und soll in den kommenden Jahren - zusammen mit anderen Projekten - weiter ausgebaut werden", so Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts - DIF. Dazu gehört die "Schule des Sehens", die vormittags Filmanalysen im Kino des Deutschen Filmmuseums für Schulklassen anbietet. Im März 2007 veranstaltete das DIF zudem die ersten SchulKinoWochen Hessen als Teil eines bundesweiten Filmbildungs-Projekts von VISION KINO. In Kooperation mit der Filmwirtschaft, dem Film- und Kinobüro Hessen und den zuständigen Ministerien lernten Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schulformen ein unterrichtsbezogenes Kinoprogramm kennen. Gerade zu Ende gegangen ist das französische Jugendfilmfestivals Cinéfête, bei dem rund 6000 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen französische Filme im Original mit Untertiteln sahen und den Kinosaal als Unterrichtsraum erlebten.

Neben filmportal.de - der zentralen Internet-Plattform für umfassende, zuverlässige und kostenlose Informationen zu allen deutschen Kinofilmen - arbeitet das Deutsche Filminstitut - DIF an einem neuen Internet-Projekt: dem Kinderfilmportal, das sich direkt an Sieben- bis Zwölfjährige richten soll.