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Bolongaropalast - Kranaufstellung am 23. und 24.Juni

Bei einer Sonderbaukontrolle am Höchster Bolongaropalast im Jahr 2003 wurden erhebliche baurechtliche- und brandschutztechnische Mängel festgestellt.
Die Behebung dieser Mängel ist mit der Sanierung des Innenbereiches verbunden. Gleichzeitig gilt es, das Gebäude barrierefrei auszubauen und die Sanierung der Fassade und des Daches aufgrund altersbedingter Schäden durchzuführen.
Im Hinblick auf die umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde das Nutzungskonzept neu definiert. Ziel ist, neben einer behutsamen Substanzerhaltung im Sinne des Denkmalschutzes das Gebäude durch die neu geplanten Nutzungen attraktiver für Besucher, Bürgerinnen und Bürger zu gestalten.

Eine Vielzahl von kulturellen Nutzungen wird im Palast ihren Platz finden.

Dazu gehört u.a. die Einrichtung eines Museums, eines Veranstaltungssaals, eines Musiksaals als Pendant zum historischen Kapellensaal, sowie einer Gastronomie mit Außenbereich im Garten des Palastes. Der Oberbürgermeister behält seine repräsentativen Räumlichkeiten im 1. Obergeschoss, wo die historische Enfi lade entlang der Bolongarostraße hergerichtet und der Öffentlichkeit für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wird. Der Garten des Palastes soll direkt nach Fertigstellung der Baumaßnahme nach historischem Vorbild wieder hergestellt werden.

Kran in der Bolongarostraße, Führerkabine, © (HUS) Stadt Frankfurt am Main, Foto: Uwe Dettmar
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Bolongaropalast – Kranaufstellung am 23./24.06.2018

Der Kran wird hauptsächlich für die denkmalpflegerischen Restaurierungsarbeiten am barocken Dachstuhl benötigt, außerdem für Rohbauarbeiten an den neuen Treppenhäusern und Aufzugsschächten, sowie zur Einbringung diverser technischer Geräte. Weiterhin steht er allen am Bau beteiligten Firmen zur Nutzung zur Verfügung.
Seine Aufgabe ist das Andienen des gesamten Gebäudes. Er hat einen
Ausleger von 55 Metern. Die daraus resultierenden sehr großen Kräfte
müssen über die Aufstellfläche in den Boden abgeleitet werden.

Nach Prüfung verschiedener Standorte zeigte sich als einzig möglicher
Aufstellort die Bolongarostraße, mittig vor dem Palast.
In der Bolongarostraße kann der Kran nur innerhalb der genehmigten
Baustelleneinrichtungsfläche aufgestellt werden, da die Straße durch
die Baustelleneinrichtung bereits auf eine Spur verengt und nicht dauerhaft gesperrt werden kann.

Innerhalb der Baustelleneinrichtungsfläche sind die ersten 4,00 m vom
Gebäude an gerechnet nicht belastbar, da dort eine Vielzahl von
Kanälen und Leitungen verlaufen.

Kran in der Bolongarostraße, © (HUS) Stadt Frankfurt am Main, Foto: Uwe Dettmar
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Besonders empfindlich sind die nur 60 cm unterhalb des Pflasters
liegenden Verkehrsdatenleitungen, die die Ampeln in einem großen Teil
des Frankfurter Westens steuern. Die verbleibenden 3,25 m sind nicht
ausreichend um den Kran zu aufzustellen, der eine Fläche von 6,70 m x 4,55 m benötigt. Auch in diesem Bereich liegen Kanäle und Leitungen.
Um diese zu schützen, muss der nicht tragfähige Boden mit einem
Fundament mit Tiefgründung überbrückt werden.
12 Pfähle wurden 20 m tief in die Straße gebohrt und tragen eine 60 cm starke Bodenplatte, auf die der Kran aufgestellt wird.

Das Kranfundament wurde von März bis Mai 2018 gebaut.