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Chronik des Stadtteils Dornbusch

Dornbuschsiedlung 1958, © PIA Stadt Frankfurt am Main
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Funkhaus am Dornbusch (1958), © PIA Stadt Frankfurt am Main
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Dornbuschkirche (1962), © PIA Stadt Frankfurt am Main
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1895:
Durch die Eingemeindung von Bockenheim, das mit einem östlichen Gemarkungszipfel bis zur Eschersheimer Landstraße reicht, dringt die Frankfurter Stadtgemarkung bis zum «Dornbusch» (alte Flurbezeichnung) vor.
Durch Magistratsbeschluss vom 2. Juli wird ein Teil des uralten «Diebsgrundweges» in «Am Dornbusch» umbenannt.

1910:
Durch die Eingemeindungen von Ginnheim und Eckenheim wächst das Dornbuschgebiet westlich (Ginnheimer Gemarkung) und östlich (Eckenheimer Gemarkung) der Eschersheimer Landstraße mit dem Frankfurter Stadtgebiet, das ursprünglich nur bis zur Bertramswiese reichte, zusammen.

1911:
Beiderseits der «Grillparzerstraße» (Benennung durch Magistratsbeschluss vom 28. Februar 1911) wird das «Dichterviertel» bevorzugtes Frankfurter Villengebiet.
Der östliche Teil des Diebsgrundweges wird in «Marbachweg» umbenannt und zunächst auf der Nordseite bebaut. Der Marbach («Markbach») entspricht am «Feldgericht» (heute auf dem Gelände des Hessischen Rundfunks) und schied weiter westlich die Ginnheimer von der Bockenheimer Gemarkung.

1925/30:
Neubaugebiet um die Kaiser-Sigmund-Straße.

1928:
Nach Plänen von Ernst May entsteht auf dem Gelände des uralten Grünhofes das erste Frankfurter «Haus der Jugend». Der Hofname lebt in der Straßenbezeichnung «Am Grünhof» (1929): fort.

1929/30:
Das heutige Verwaltungsgebäude des Hessischen Rundfunks entsteht als «Pädagogische Akademie».

1930:
Nach Plänen von Ernst May entstehen an der Raimundstraße und Miquelallee in die Zukunft weisende Flachdachsiedlungen.

1938:
Errichtung der katholischen Kirchengemeinde St. Albert.

1946:
Ausgliederung des Bezirks Dornbusch aus Eckenheim.

1950:
Bau der amerikanischen Siedlung (HICOG-Siedlung, heute Carl-Schurz-Siedlung) an der Miquelallee.

1950/51:
Bau des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an der Adickesallee.

1950:
Einweihung des Neubaus der evangelischen französisch-reformierten Kirche in der Eschersheimer Landstraße.

1953:
Südlich der Hügelstraße entsteht die Heinrich-von-Stephan-Siedlung.
Errichtung der evangelischen Andreasgemeinde.

1954:
Die Dornbuschsiedlung entsteht. Am 28. Oktober 1954 wird das Richtfest für die ersten 650 Wohnungen gefeiert.
Die «American High School» bezieht ihren Komplex an der Miquelallee.
Bau der «American Elementary School» in der Platenstraße.
Der Hessische Rundfunk bezieht die Gebäude der Pädagogischen Akademie Bertramstraße und kauft den Kühhornshof (benannt nach einem Vorbesitzer Bernhard Kühhorn 1561-1586), der über Jahrhunderte ökonomisches Zentrum des ganzen Gebietes war.

1955:
Richtfest der Albert-Schweitzer-Siedlung. Übergabe der ersten 286 Wohnungen der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Siedlung für Amerikaner zwischen Raimund und Hügelstraße.

1956:
Einweihung der evangelischen Andreaskirche an der Reinhardtstraße.
Einweihung des neuen Gebäudes der Oberfinanzdirektion an der Adickesallee.

1957:
Einweihung des Neubaus der Wöhlerschule in der Mierendorffstraße.

1959:
Einweihung des Hauses Dornbusch als Bürgergemeinschaftshaus des Dornbuschgebietes.

1960:
Eröffnung der Heinrich-Seliger-Schule in der Mierendorffstraße.
Eröffnung der Anne-Frank-Schule in der Fritz-Tarnow-Straße.

1961:
Die Freie Waldorfschule bezieht ihren Neubau in der Friedlebenstraße.

1962:
Einweihung der evangelischen Dornbuschkirche in der Mierendorffstraße.
Einweihung der «Kirche des Nazareners» in der Hügelstraße.

1963:
Erhebung der katholischen Pfarrvikarie St. Albert zur Pfarrei.

1966:
Der Bertramshof (seit 1889 nördlich des Kühhornhofes) geht mit seinem Gelände an den Hessischen Rundfunk über.

1968:
Eröffnung der Stadtbahnlinie A1 Hauptwache-Nordweststadt, die in der Eschersheimer Landstraße einen eigenen Gleiskörper erhält.
Übergabe der Heinrich-Steul-Schule (Sonderschule für Körperbehinderte) und der Hermann-Herzog-Schule (Sonderschule für Sehbehinderte) in der Fritz-Tarnow-Straße.

1972:
Einführung des Koedukationsunterrichts an der Wöhlerschule.

1973:
84. Bürgerversammlung des Magistrats im Haus Dornbusch.

1974:
Einweihung des Sozialzentrums Marbachweg.
Die Einnahmen aus den Veranstaltungen der «Tage der offenen Tür» in Höhe von 23.000 Mark werden der Heinrich-Steul-Schule, der Kindertagesstätte für Körperbehinderte und dem Spastiker-Verein übergeben.

1975:
Für die Arbeit der Ersatzdienstleistenden der Sozialstation Marbachweg werden Pkw zur Verfügung gestellt und von Bürgermeister Martin Berg übergeben.

1977:
Die evangelische französisch-reformierte Gemeinde eröffnet einen «Integrativen Kindergarten für Behinderte und Nichtbehinderte».

1978:
Die Waldorfschule erhält als private Schule einen städtischen Zuschuss von 100.000 Mark.
Einweihungsfeier für den Erweiterungsbau der Waldorfschule.

1979:
Der Erweiterungsbau der Wöhlerschule mit 440 Plätzen in sieben Gruppenräumen, fünf Biologie-Fachräumen und vier Chemie-Fachräumen wird fertiggestellt.
Der geplante Autotunnel unter dem Alleenring wird im Modell vorgestellt.

1980:
Umbau- und Renovierungsarbeiten an der Wöhlerschule, Einbau eines weiteren Behindertenaufzugs.
Nach ihrer Erweiterung wird die Stadtteilbücherei im Haus Dornbusch wiedereröffnet.

1981:
Im Rahmen des städtischen Programms «verkehrsberuhigte Wohngebiete» wird die Wilhelm-Busch-Straße umgestaltet.
Die Freie Waldorfschule feiert ihr 30-jähriges Bestehen. Ihr Erweiterungsbau wird bezogen.

1982:
Die Wöhlerschule feiert das 25-jährige Bestehen ihres Neubaus.
Ein zusätzlicher Fußgängerüberweg über die Eschersheimer Landstraße in Höhe der Wilhelm-Busch-Straße wird genehmigt.

1983:
Baubeginn von Wohnhäusern auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Sinai.
Einweihung einer neuen Sporthalle in der Eichendorffstraße für die Kaufmännischen Berufsschulen 1 und 7 sowie für die Wöhlerschule.

1984:
Mit der Pflanzung von zwei Apfelbäumen beginnt die naturnahe Umgestaltung der Wiese vor der Wöhlerschule.

1985:
Vorstellung des Projekts Grünanlage «Sinaipark».
Die «Neue Heimat» gibt 280 Wohnungen der Dornbuschsiedlung an die «BG-I» ab und verkauft 96 Wohnungen.
Das anthroposophisch geprägte Alten- und Pflegeheim «Aja-Textor-Goethe» wird eröffnet.
Der Nordzubringer zwischen Hügelstraße und Eckenheimer Landstraße wird dem Verkehr übergeben.

1986:
Die von der «Neuen Heimat» verkauften Wohnungen der Dornbuschsiedlung werden renoviert.
Der Erweiterungsbau der Heinrich-Steul-Schule für Körperbehinderte in der Fritz-Tarnow-Straße wird seiner Bestimmung übergeben.

Chronik wird nicht fortgesetzt.