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Nr. 08 Der Kaiserdom zu Frankfurt am Main

Wer sich vor 500 Jahren Frankfurt näherte, erkannte die freie Reichsstadt von fern schon am Turm des Domes – eine Kirche wie eine Kathedrale, ohne dass die Stadt je Bischofssitz war, - ein Gotteshaus, in dem ein Konklave Könige wählte und später Kaiser als Herrscher des „Heilligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ ihre Krone empfingen, obwohl sie hier nie residierten.
Nach Durchschreiten der schützenden Landwehr, wo sich von der Friedberger Warte oder drüben an der Sachsenhäuser Warte die aus der Ferne herangeführten Landstraßen hinab in Maintal senken, gewann diese Kirche an Kontur und blieb vor Augen bis zur Stadtbefestigung, hinter der Fachwerkhäuser an winkligen Gassen den Blick verstellten. Für den fremden Kaufmann, der im Frühjahr und Herbst zu den Messen mit schweren Ochsenkarren dem Handelsweg auf der Kammhöhe bei Bergen oder von Mainz her dem Fluss aufwärts mit dem Marktschiff folgte, bestätigte der Dom inmitten der zu Einheit verschmolzenen Altstadt die Nähe des Ziels. Während eines halben Jahrtausends dominierte er im Weichbild von Frankfurt als größtes und höchstes Gebäude.

Cover des Buches, © Denkmalamt

Andrea Hampel
Denkmalamt Stadt Frankfurt am Main (Hrsg.)
 
Der Kaiserdom zu Frankfurt am Main , Ausgrabungen 1991-1993
Nußloch : Rolf Angerer , 1994

vergriffen


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