Logo FRANKFURT.de

Denkmal des Jahres

Denkmalpflege ist ein öffentlicher Auftrag, der in der Bevölkerung einen hohen Grad an Aufmerksamkeit genießt. Vor diesem Hintergrund hat der Denkmalbeirat der Stadt Frankfurt beschlossen, einmal im Jahr ein Denkmal des Jahres vorzustellen. Dabei soll in der Öffentlichkeit auf ein Kulturdenkmal hingewiesen werden, das aus durchaus unterschiedlichen Gründen Aufmerksamkeit verdient. Denkbar ist ein Beispiel, bei dem eine Sanierung erfolgreich abgeschlossen werden konnte, denkbar aber auch ein Objekt, das aufgrund seines Erhaltungszustandes besonders gefährdet ist.

Brüningstraße 64, © Denkmalamt
Dieses Bild vergrößern.

2008

Brüningstraße 64
Ausstellungshalle des Technischen Verwaltungsgebäudes im Industriepark Höchst

 
Das „Technische Verwaltungsgebäude“ wurde in den Jahren 1920 bis 1924 für die ehemalige Höchst AG erbaut.
Mit der Kuppelhalle im gestalterischen Zusammenhang steht die sich anschließende dreischiffige Ausstellungshalle, die ursprünglich als repräsentativer Schau- und Aufenthaltsraum diente und mit von Peter Behrens entworfenen Vitrinen ausgestattet war, in denen Produkte der Farbwerke gezeigt wurden. Breits 1937 wurden die Seitenschiffe abgetrennt, um anderweitig genutzt werden zu können. 2007 veranlasste der jetzige Eigentümer, Infraserv Höchst, die Wiederherstellung in den bauzeitlichen Zustand. Nach dem Abbruch der Einbauten wurden die teilweise verputzten Backsteinwände wieder freigelegt. Die sechs-farbig gestalteten Fenster der Ausstellungshalle wurden in der Art der originalen Treppenhausfenster an der Kuppelhalle rekonstruiert.

Rotfeder-Ring 16, © Denkmalamt
Dieses Bild vergrößern.

2009

Rotfeder-Ring 16
Druckwasserwerk

 
Für den im Jahr 1886 neu eröffneten Westhafen wurde zum Betrieb fast aller mechanischen Anlagen
die benötigte Energie zentral im gleichzeitig errichteten Druckwasserwerk erzeugt. In dem im neuromanischen Baustil errichteten Backsteingebäude mit seinen massiven, festungsartigen Mauern und flankierenden Türmen fand die maschinelle Anlage zur Erzeugung und Bevorratung des Druckwassers, konzipiert von dem englischen Ingenieur W. H. Lindley, ihren Platz.
Die technische Ausstattung wurde um 1960 verschrottet, der Anbau mit den Heizkesseln und dem Schornstein wurde in den 1990iger Jahren abgebrochen.

Homburger Landstraße 625, © Denkmalamt
Dieses Bild vergrößern.

2010

Homburger Landstraße 625
 
Barockes Fachwerkhaus aus Eichenholz in Rähmbauweise, das um 1680 über gemauerten Turmresten der spätgotischen Stadtbefestigung errichtet wurde. Zu Beginn der Sanierungsmaßnahmen 2008 war das Haus in der Homburger Landstraße eine unscheinbare „graue Maus“. Nach Abnahme des Verputzes und der unsachgemäßen Eternitverkleidung an der südlichen Giebelwand konnte festgestellt werden, dass sich die gezimmerte Fachwerkkonstruktion in einem relativ guten Zustand befand.

Schwarzwaldstraße 125, © Denkmalamt
Dieses Bild vergrößern.

2011

Schwarzwaldstraße 125
Kassenhäuschen

 
Torartiges Eingangsgebäude zur Rennbahn Niederrad von 1864/65 in Fachwerk.
 
Der Torbau aus dem 19. Jh. wurde schon länger nicht mehr bestimmungsgemäß genutzt. Die beiden Kassenhäuschen waren geschlossen und der Fachwerkbogen darüber dem Verfall preisgegeben. Die Hippodrom GmbH und der Frankfurter Rennclub 2010 e.V. setzten das Fachwerk instand, deckten das Dach mit Schiefer neu, stellten die ursprünglichen Kassenfenster wieder her und ließen die Holztüren aufarbeiten. Auch die Außenanlagen sind ansprechend gestaltet und aufgewertet worden, so dass sich das Tor nun gut sichtbar und dem Denkmalwert angemessen präsentiert.

Berliner Straße 51, © Denkmalamt
Dieses Bild vergrößern.

2012

Berliner Straße 51
Bundesrechnungshof

 
Modernes Verwaltungsgebäude von 1954/55 nach Entwurf von F. Steinmeyer und W. Dierschke aus Z-förmig gruppierten Trakten von unterschiedlicher Höhe. Fassade als sichtbares Betonskelett und fliesenverkleidete Gefachte; zeittypisches Treppenhaus. Die ursprüngliche Farbgebung (Schwarz, Rot Gold) ist weitgehend verloren gegangen.

Krananlage an der Ruhrorter Werft, © Denkmalamt
Dieses Bild vergrößern.

2013

Mayfarthstraße 4
Krananlage an der Ruhrorter Werft

 
Krananlagen des Osthafens mit ursprünglicher Holzbeplankung von 1912 auf mobilen Schienenbrücken in funktionsfähigem Zustand.
Von den ehemals 13 Hafenkränen sind heute nur noch die beiden Exemplare an der Ruhrorter Werft übrig.

Kasematten, © Denkmalamt Frankfurt am Main
Dieses Bild vergrößern.

2014

Bleichstraße 10
Kasematten

 

2015

Domplatz
Domturm