Logo FRANKFURT.de

09.09.2019

Neues digitales Verkehrsleitsystem im Frankfurter Westen

Beteiligte des Projektes von links: Amtsleiter des Straßenverkehrsamtes Gert Stahnke, Stadtrat Klaus Oesterling, Staatssekretär Dr. Philipp Nimmermann vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sowie Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH.
Dieses Bild vergrößern.

Erster Bauabschnitt Integriertes Verkehrsleitsystem F.-West / Messe fertig

Die stete Entwicklung und städtebauliche Neuordnung des Frankfurter Westens seit der Jahrtausendwende stellt auch komplexe Anforderungen an die Verkehrsteilnehmenden: Insbesondere wenn sich die Beschilderungsnotwendigkeiten großer, mittlerer und kleiner Messeveranstaltungen mit der Lenkung des alltäglichen Verkehrs zu den vielfältigen städtischen Zielen überlagern, müssen verkehrstechnische Systeme zur Lösung dieser Herausforderung zum Einsatz kommen.

Mit dem Ziel, den Verkehr im Frankfurter Westen vom Westkreuz über die Theodor-Heuss-Allee, die Friedrich-Ebert-Anlage bis zur Mainzer Landstraße sowie im Bereich des Rebstockparks sicher und eindeutig zu führen, wurde in enger und guter Zusammenarbeit zwischen der Stadt Frankfurt am Main, dem Land Hessen und der Messe Frankfurt ein modernes Integriertes Verkehrsleitsystem entwickelt. Für Verkehrsdezernent Klaus Oesterling eine Selbstverständlichkeit: „Unser Frankfurt bleibt bei digitaler Verkehrstechnik weiter an der Spitze! Der besonderen Lage unserer Messe im Kern unserer Stadt werden wir so besser gerecht, was auch den umliegenden Wohnquartieren zugutekommen wird.“

Intelligente und zukunftsfähige Verkehrssteuerung

Durch die Integration von ein- bis dreizeiligen LED-Anzeigen in die – bisher statisch wegweisende – städtische Beschilderung ist es künftig möglich, Ziele situationsgerecht und dynamisch zu beschildern. Auf Verkehrsstörungen kann dadurch unmittelbar reagiert und lenkend eingegriffen werden. Durch die zielgerichtete und einheitliche Beschilderung wird der Verkehrsfluss im Frankfurter Westen verbessert, der Suchverkehr minimiert und die Staugefahr reduziert.

Arbeitsplätze der Integrierten Gesamtverkehrsleitzentrale im Straßenverkehrsamt
 

69 neue Standorte mit digitaler Wegweisung

Insgesamt 69 Standorte, davon 66 Wegweiser und drei Verkehrszeichenbrücken, werden derzeit gebaut. Als integriertes Gesamtkonzept werden diese in enger Verknüpfung mit der 2017 in Betrieb genommenen Wechselwegweisung auf der Autobahn A 648 stehen. Zur diesjährigen Großveranstaltung, der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA), wird nun ein erster Bauabschnitt mit insgesamt 34 Schilderstandorten im Bereich rund um den Rebstockpark in Betrieb gehen. „Natürlich erfolgt die Steuerung über unsere Integrierte Gesamtverkehrsleitzentrale“, erläutert Stadtrat Oesterling, „so fügen wir auch diesen Baustein in unser Verkehrsmanagement passend ein.“ Dazu war es erforderlich über zwei Kilometer Datenkabel und über fünf Kilometer Stromkabel zu verlegen. In einem zweiten Bauabschnitt soll dann das Leitsystem komplettiert werden.

Die Finanzierung des Projektes erfolgt aufgrund der verkehrlichen Bedeutung über städtische Mittel in Höhe von 6,5 Millionen Euro sowie über Mittel der Verkehrsinfrastrukturförderung des Landes Hessen in Höhe von 4,2 Millionen Euro.