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24.05.2019

Schulische Mobilität - mehr als nur Elternhaltestellen

Mehr als nur Elternhaltestellen – Professionelle Schulmobilitätspläne für fünf Schulen der Stadt Frankfurt werden erarbeitet

Rund 65.000 Schüler*innen sind täglich zu 174 Schulen in der Stadt Frankfurt unterwegs. Ein guter Grund für die Stadt, sich an dem Beratungs- und Qualifizierungsprogramm „Besser zur Schule“, das vom Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement angeboten wird, zu beteiligen. Stadtrat Klaus Oesterling sieht darin „eine große Chance, um der neuen Frankfurter Schulstandortplanung – mit neuen Schulen in teils sehr schwierigen Lagen – gerecht zu werden.“ Mit einer zukunftsorientierten Entwicklung der Nahmobilität im Hinterkopf äußert er sich kritisch, dass „Elternhaltestellen alleine hier nicht ausreichen.“

Die Grundschulen Albert-Schweitzer, Michael-Ende und Phorms Schule City Campus nehmen aktiv am Beratungsprogramm teil. Auch für die im Aufbau befindlichen Gymnasien Nord und Römerhof kommt das Beratungsangebot gerade recht. Im Zuge der Beratung durch das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement werden für jeden Schulstandort Schulmobilitätspläne als ganzheitliches Mobilitätskonzept entwickelt. Sie bündeln alle mit Verkehr und Mobilität zusammenhängenden Aktivitäten, Zuständigkeiten und Prozesse. „Unser Runder Tisch Kindermobilität unter der Federführung des Frankfurter Kinderbüros bietet die besten Ausgangsbedingungen für die Erarbeitung der Schulmobilitätspläne. Als Schulträger sind wir darauf bedacht, nachhaltige und die Selbstständigkeit von Kindern und Jugendlichen fördernde Konzepte bereitzustellen. Dies wird mit den neuen Plänen gut gelingen“, hebt Bildungsdezernentin Sylvia Weber hervor.

Neben den Vertreter*innen des Runden Tisches für Kindermobilität der Stadt und den Expert*innen des Fachzentrums Schulisches Mobilitätsmanagement begleitet das Fachbüro „Mobilitätslösung“ die Erarbeitung der Schulmobilitätspläne an den teilnehmenden Schulen in Frankfurt. Sie alle führen gemeinsam mit Schüler*innen, der Lehrerschaft, der Elternvertretung und Polizei Beratungstermine an den Schulen und sogenannte Stadtspaziergänge im Schulumfeld durch, um die schulspezifischen Mobilitätsprobleme zu eruieren. Die Auftaktveranstaltungen haben bereits stattgefunden, die Spaziergänge sollen bis zu den Sommerferien absolviert werden.

Das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement wurde seitens des Landes Hessen bei der ivm (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain) eingerichtet und koordiniert das Beratungs- und Qualifizierungsprogramm „Besser zur Schule“. Hessische Schulen, Schulträger und Kommunen können daran teilnehmen, um den Verkehr von und zu Schulen nachhaltiger, sicherer und umweltfreundlichen zu gestalten.

Wesentlicher Erfolgsfaktor ist die intensive Beteiligung der Schulen, Schulträger und Kommunen sowie weiterer Akteure aus dem Themengebiet „Schule und Mobilität“. „Nur gemeinsam können passgenaue und realisierbare Maßnahmen für den Schulstandort und die Kommune erarbeitet und verankert werden. Eine erfolgreiche Vernetzung aller relevanten Akteure steht deshalb immer im Fokus des Beratungsprogramms“, betont Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm.

Informationen zum Beratungsprogramm finden Sie in der rechten Spalte.