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Carlebach, Sophie und Moritz

Sophie Carlebach wurde in Neidenstein geboren. Sie heiratete den Kaufmann Moritz Carlebach. Sie hatten eine Tochter und einen Sohn, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Kanada lebten. Moritz Carlebach war Mitgesellschafter der Firma „Gebrüder Carlebach", Hans-Handwerk-Straße 63 (Lange Straße). Nach 1933 Zwangsleistung von „Judenvermögensabgaben" in Höhe von 22.400 Reichsmark. Im Zusammenhang mit dem November-Pogrom vom 12.11. bis 9.12.1938 war er im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Moritz Carlebach wurde todkrank aus dem Lager entlassen und starb am 29.3.1939 in Frankfurt an den Folgen der Lagerhaft. Sein Grab befindet sich auf dem Neuen Jüdischen Friedhof, Eckenheimer Landstraße. Die 55-jährige Sophie Carlebach wurde am 8.5.1942 aus dem ,Ghettohaus' Gaußstraße 16 nach Polen, vermutlich in ein Konzentrations- oder Vernichtungslager verschleppt, wo sie ums Leben kam. Ihr Todesdatum wurde auf den 8.5.1945 festgesetzt.
Die Stolpersteine wurden initiiert von der Enkelin Dr. Amina Carlebach/Frankfurt, die auch bei der Verlegung anwesend war.

Personen
Moritz Carlebach
Geburtsdatum:08.10.1878
Deportation:12.11. - 09.12.1939 nach Buchenwald
Todesdatum:29.3.1939
Sophie Carlebach, geb. Runkel
Geburtsdatum:17.8.1887
Deportation:8.5.1942 in die Region Lublin
Todesdatum:unbekannt
Stolperstein Gaußstraße 16 Moritz Carlebach © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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Stolperstein Gaußstraße 16 Sophie Carlebach © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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