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Freudenthal, Julius, Margot und Betty

Der Kaufmann Julius Freudenthal stammte aus Wetter im Kreis Marburg. Im Melderegister ist er als Einzelhändler, im Adressbuch als Viehhändler registriert. Am 20.8.1927 heiratete er in Cramberg (Lahn) Betti Strauß aus Wasenbach. Gemeinsam ziehen sie in die Kurmainzerstraße 44. Im Juli 1928 kommt Tochter, Margot, in Höchst zur Welt. 1932 folgt der Umzug in die Kurmainzerstraße 21 und 1936 in die Bolongarostr. 128. Das Haus gehörte bis 1938 Julius Würzburger, ihre Wohnung war zuvor von der ebenfalls jüdischen Familie Kahn bewohnt, die 1936 in die Innenstadt zog. Doch bald wurde das Haus „arisiert“. Die Freudenthals mussten am 25.10.1938 in die Kantstraße 5 umziehen. Wahrscheinlich wurde Julius Freudenthal im Rahmen des Novemberpogroms am 10.11.1938 verhaftet und nach Buchenwald gebracht.

Mit der Familie wurden auch die Eltern von Julius Freudenthal, der 66-jährige Karl Freudenthal aus Wetter und seine 70 jährige Frau Mathilde, geb. Halberstadt, deportiert, die inzwischen unfreiwillig im Frankfurter Hermesweg 2 wohnten.

Personen
Margot Freudenthal
Geburtsdatum:23.9.1901
Deportation:22.11.1931 nach Kaunas
Todesdatum:25.11.1942
Betty Freudenthal, geb. Strauß
Geburtsdatum:30.7.1928
Deportation:22.11.1931 nach Kaunas
Todesdatum:25.11.1942
Julius Freudenthal
Geburtsdatum:15.5.1900
Deportation:22.11.1931 nach Kaunas
Todesdatum:25.11.1942
Stolperstein Bolongarostraße 128 - Julius Freudenthal © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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Stolperstein Bolongarostraße 128 - Margot Freudenthal © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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Stolperstein Bolongarostraße 128 - Betty Freudenthal © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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