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Levitus, Regina und Jossel

Regina Levitus, geb. Lesegeld, stammte aus Karlsbad und war mit Ignatz Levitus verheiratet. Sie betrieben dort ein streng koscheres Hotel. 1922 zogen sie nach Frankfurt um und kauften das Haus Höhenstraße 18. Hier wurden die Töchter Hanna 1924 und Cilli 1925 geboren. Bis 1928 war Regina Levitus Mitarbeiterin im Kinounternehmen des Ehemanns. Die Wirtschaftskrise zwang zum Verkauf des Hauses. 1928 wohnte die Familie in der Elefantengasse 1, von 1928 bis 1930 betrieben sie ein Restaurant in Straßburg. Dort kam 1928 die Tochter Jutta zur Welt. Wegen Krankheit des Vaters kehrte die Familie nach Frankfurt zurück und wohnte nun in der Vilbelerstr. 32. Der Vater betrieb einen Pelzhandel. Er starb 1931 kurz nach der Geburt des Sohns Josef (Jossel). Regina Levitus war dann als Wirtschafterin bei Ella Oppenheimer, der Schulschwester der Israelitischen Volksschule und ab 1936/37 in der Küche des jüdischen Waisenhauses im Röderbergweg 87 beschäftigt.

Cilly und Jutta kamen 1938 mit einem Kindertransport nach Holland, Hanna gelang 1940 mit einem Kindertransport aus Genua die Einreise in das damalige Palästina. Bis Genua wurde der Transport noch von der Mutter begleitet. Mutter und Sohn wurden 1942 in den Raum Lublin deportiert.

Bei der Verlegung waren die Töchter und Schwestern von Regina und Jossel Levitus, Cilly Peiser aus Frankfurt am Main und Jutta Rosen aus Haifa, anwesend, weiter Rina und Lilia Nentwig, Tochter und Enkelin von Cilli Peiser, aus Erlensee, Benny Peiser, Sohn von Cilli Peiser, aus Birmingham/England; Yoram Rosen, NY/USA, Sohn von Jutta Rosen, Rivka Rabinovitch und Orli Kelman, Töchter der verstorbenen Hanna Cohen, aus Tel Aviv.

Personen
Regina Levitus, geb. Lesegeld
Geburtsdatum:18.6.1902
Deportation:1942 in den Raum Lublin
Todesdatum:unbekannt
Josef, genannt Jossel Levitus
Geburtsdatum:23.2.1930
Deportation:1942 in den Raum Lublin
Todesdatum:unbekannt
Stolperstein Höhenstraße 18 Regina Levitus © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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Stolperstein Höhenstraße 18 Josef Levitus (genannt: Jossel) © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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