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Stern, Manfred

Manfred Stern, geboren in Bergen, war Kaufmann. Er wohnte 1937 in Frankfurt zur Untermiete und arbeitete als Abteilungsleiter im Kaufhaus Schiff in Höchst. Wegen „Rassenschande“ wurde der ledige Manfred Stern verhaftet und kam am 30. Oktober 1937 aus dem Polizeigefängnis in das Gerichtsgefängnis in der Hammelsgasse in Frankfurt. Hier erhängte er sich mit seinem Gürtel bereits am folgenden Tag.

Bei der Verhaftung Sterns soll es sich, wie Otto Schiff 1991 berichtete, um eine Denunziation gehandelt haben. Ein SA-Mann mit Namen Müller soll aus dem Garderobenfach von Maja H. eine Karte, die Manfred Stern ihr aus dem Urlaub geschickt hatte, geholt und sie wohl weitergeleitet haben. Müller hatte den Krieg überlebt, aber eine Hand verloren. Kolleginnen hätten nach dem Krieg erzählt: „ Er verlor die Hand, mit der er aus den Garderobefächern des Personals die Karte von Stern herausholte“.

Personen
Manfred Stern
Geburtsdatum:17.11.1901
Todesdatum:31.10.1937 (Suizid)
Stolperstein Königsteiner Straße 9-13 Manfred Stern © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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