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Rosskamm, Johanna

Johanna Rosskamm stammte aus Weyhers in der Nähe von Fulda. Sie war eines von sechs Geschwistern, sie hatte zwei Brüder und drei Schwestern. Ihre Eltern hatten eine Metzgerei in Weyhers und zogen später nach Essenheim bei Mainz.

Johanna Rosskamm war mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Jettchen eng verbunden, der Großmutter von Joan Salomon. Die beiden lebten eine Zeitlang zusammen in Frankfurt, wo Johanna Rosskamm als Köchin arbeitete und unverheiratet blieb. Ihre Schwester Jettchen heiratete in Essenheim bei Mainz.

Johanna Rosskamm war in der Telemannstraße 10 am 21. Mai 1940 gemeldet als wohnhaft im 2. Stock „bei From“. Am 13. Juli 1941 war sie dann in der Kronbergerstraße 27 gemeldet, wieder im 2. Stock „bei Dillenburger“ und zog – sicherlich nicht freiwillig – am 1. Oktober 1941 in die Feldbergstraße 42.

Amalie und Meyer Dillenburger wurden schon am 19. Oktober 1941von der Kronbergerstraße 27 direkt nach Lodz deportiert. Johanna Rosskamm wurde nach Minsk deportiert. Der Zug verließ am Morgen des 12. November den Bahnhof Frankfurt-Ost und fuhr über Berlin, Warschau und Białystok nach Minsk, wo er am 17. November 1941 eintraf. Die Menschen wurden ins Ghetto verschleppt, vermutlich haben nur zehn der mehr als tausend Menschen die Deportation überlebt.

Im März 2012 ist in Minsk in der Nähe des ehemaligen jüdischen Ghettos ein Gedenkstein der Stadt Frankfurt und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt für die deportierten Frankfurter Juden eingeweiht worden.

Der Stolperstein wurde initiiert von der Großnichte Joan Salomon aus New York.

Personen
Johanna Rosskamm
Geburtsdatum:19.9.1879
Deportation:11.11.1941 Minsk
Todesdatum:unbekannt
Stolperstein Telemannstraße 10 Johanna Rosskamm © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main<br />
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