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Steigerwald, Abraham und Hannchen

Abraham Steigerwald wurde in Dörnigheim als Sohn von Wolf Steigerwald und Johanna Steigerwald, geb. Reinhardt, geboren. Um 1896 heiratete er Karoline Steigerwald, geb. Friedberger, in Frankfurt, etwa 1921/1922 in zweiter Ehe Hannchen Steigerwald, geb. Stern, aus Lendershausen (Unterfranken); 1901 und 1912 wurden zwei Söhne aus erster Ehe in Frankfurt geboren, die nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA lebten. Zwei weitere Söhne starben 1952 und 1955.

Abraham Steigerwald war Soldat im Ersten Weltkrieg und kehrte kriegsverletzt zurück. Er führte ein vom Vater übernommenes Schirmgeschäft mit Reparaturwerkstatt in der Rohrbachstraße 64/EG, 1935 in der Bergerstraße 200. Nach erheblichem Umsatzrückgang durch die Boykotte seit 1933 musste er das Geschäft aufgeben, vermutlich 1935/1936. Die Drei-Zimmer-Wohnung in der Berger Straße 200/II wurde im Zusammenhang mit dem November-Pogrom 1938 zerstört und geplündert. Das Ehepaar flüchtete zu den Schwiegereltern von einem der Söhne in die Westendstraße 46 und musste dann in ein möbliertes Zimmer in der Gwinnerstraße 34 (Mousonstraße) ziehen. Einer der Söhne wurde bis Dezember 1938 im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert.

Abraham Steigerwald flüchtete im Sommer 1939 zusammen mit seiner Ehefrau in das französische Exil, letzte Wohnadresse war Nancy, 48 rue Hoche. Am 9. Oktober 1942 wurden sie verhaftet und am 24. Oktober 1942 in das Internierungslager Drancy verschleppt.

Die Stolpersteine wurden initiiert von Gisela Engel

Personen
Adolf Abraham Adolphe Steigerwald
Geburtsdatum:25.9.1874
Deportation:von Drancy 6.11.1942 Auschwitz
Todesdatum:unbekannt
Hannchen Steigerwald, geb. Stern
Geburtsdatum:8.3.1881
Deportation:von Drancy 6.11.1942 Auschwitz
Todesdatum:unbekannt
Stolperstein Berger Straße 200 Abraham Steigerwald © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main<br />
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Stolperstein Berger Straße 200 Hannchen Steigerwald © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main<br />
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