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Eckert, Frieda

Frieda Eckert wurde in Frankfurt am Main geboren. Sie stammte aus einer jüdischen Familie und lebte mit dem evangelischen Wilhelm Eckert (Jg. 1900) nach NS-Definition in „Mischehe“. Der Ehemann kam am 31.1.1944 bei einem Bombenangriff auf Frankfurt ums Leben. Das Ehepaar hatte zwei Kinder und wohnte in der Luisenstraße 35.

Der Sohn Horst wurde 1919 vor der Heirat geboren. Die Tochter Hildegard, geb. am 25.11.1920, wurde am 19.11.1926 von Pfarrer Lütgert in der Luthergemeinde getauft. Dort wurde sie am 7.4.1935 auch konfirmiert. Laut Taufanmeldung hatte auch die Mutter vor, sich taufen zu lassen und war aus der israelitischen Religionsgemeinschaft ausgetreten. Frieda Eckert wurde am 5.3.1943 verhaftet und in das Polizeigefängnis in der Klapperfeldstraße verschleppt.

Beide Kinder wanderten nach dem Krieg in die USA aus. Die Tochter heiratete, hieß Hildegard Hornburger und hatte zwei 1944 und 1953 geborene Kinder. Willi Horst Eckert wurde Soldat in Biloxi (Luftwaffenkaserne). Er verunglückt am 23.2.1950 auf der Autobahn in Mississippi tödlich.

Der Stolperstein wurde initiiert von der evangelischen Luthergemeinde Frankfurt.

Personen
Frieda Eckert, geb. Spitz
Geburtsdatum:2.8.1901
Deportation:25.5.1943 Auschwitz
Todesdatum:10.12.1943
Stolperstein Luisenstraße 35 Frieda Eckert © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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