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Liebhold, Carola

Carola Liebhold wurde in Mannheim geboren und war mit Wilhelm Liebhold (6.10.1870- 26.2.1939) aus Heidelberg verheiratet. Am 19.5.1911 wurde der einzige Sohn des Paares Hans Moritz in Frankfurt geboren. Die Familie wohnte im dritten Stock der Palmstraße 5 und gehörte zum liberalen Teil der Israelitischen Gemeinde. Die Bar Mizwa des Sohnes Ende Oktober oder Anfang November 1924 fand in der Hauptsynagoge statt. Der Sohn, der 1931 an der Musterschule sein Abitur und danach eine kaufmännische Ausbildung bei der Firma „Harry Fuld & Co.“ in der Mainzer Landstraße (später „Telefonbau-Normalzeit“) gemacht hatte, verlor mit der „Arisierung“ der Firma seinen Arbeitsplatz. Ende Oktober 1936 emigrierte er in die USA.

Todesanzeige im Jüdischen Nachrichtenblatt Berlin vom 3. März 1939
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Nachdem ihr Ehemann, Wilhelm Liebhold, am 26.2.1939 in Frankfurt gestorben war, zog Carola Liebhold in die Schwindstraße 3. Dort beschäftigte sie noch eine Hausangestellte. Vermutlich im Sommer 1941 wurde sie gezwungen, aus der Schwindstraße 3, einem Haus mit nicht-jüdischen Mietern, auszuziehen und in das überwiegend mit jüdischen Mieter bewohnte Haus in der Beethovenstraße 40 einzuziehen.

Carola Liebhold hatte für 1942 bereits ein Visum für Cuba erhalten. Sie konnte aber wegen der Emigrationssperre, die gleich nach Beginn der Deportationen im Herbst 1941 verhängt wurde, die geplante Reise nicht mehr antreten.

Personen
Carola Liebhold, geb. Heidelberger
Geburtsdatum:17.2.1887
Deportation:1942 Region Lublin
Todesdatum:unbekannt
Stolperstein Palmstraße 5 Carola Liebhold © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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