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Junghans, Rosa, Oskar und Hugo

Rosa Junghans hatte acht Kinder, den ersten Sohn Hermann brachte sie mit in die Ehe. Sie wohnte über viele Jahre in der Palmstraße 21 (heute Julius-Heymannstraße 12) mit ihrem Ehemann Bodo Junghans (1879-1937), der verschiedene Berufe hatte wie z.B. Schreiber oder Wirt und ein Geschäft in der Schnurgasse 46 betrieb, wo er mit gebrauchten Möbeln handelte. Am 8.11.1940 zog Rosas Tochter Erna mit ihrem Mann Julius Fuld und dem elfjährigen Sohn Kurt bei Rosa Junghans in die Palmstraße 21 ein. Sie wohnten dort bis zum 10.6.1942.

Am 11.6.1942 wurde Rosa Junghans im Alter von 60 Jahren mit ihrer Tochter Erna, deren Ehemann Julius und dem gemeinsamen Sohn Kurt deportiert. Rosa Junghans, ihre Tochter Erna und ihr Enkel wurden in der Region Lublin ermordet, während ihr Schwiegersohn Julius Fuld in Majdanek ums Leben kam. Der Sohn Oskar Junghans war verheiratet mit Emma, geb. Lang (Jg.1909). Sie hatten zwei Kinder Alfred Oskar (Jg. 1935) und Ingeborg (Jg.1943). Oskar Junghans soll bei einem Fluchtversuch in Mauthausen am 1.10.1942 erschossen worden sein.

Der Sohn Hugo Junghans heiratete am Tag der Deportation nach Theresienstadt Charlotte Loeser. In Theresienstadt waren sie in getrennten Lagern untergebracht und konnten sich noch für unbestimmte Zeit treffen, bis er nach Auschwitz verschleppt wurde. Charlotte Junghans gebar in Theresienstadt die gemeinsame Tochter Eva Lane.

Personen
Rosa Junghans, geb. Lyon
Geburtsdatum:4.10.1881
Deportation:11.6.1942 Region Lublin
Todesdatum:unbekannt
Oskar Junghans
Geburtsdatum:6.6.1904
Deportation:1942 Mauthausen
Todesdatum:1.10.1942
Hugo Junghans
Geburtsdatum:24.1.1906
Deportation:15.9.1942 Theresienstadt, 29.9.1944 Auschwitz
Todesdatum:unbekannt
Stolperstein Julius-Heyman-Straße 12 Rosa Junghans © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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Stolperstein Julius-Heyman-Straße 12 Oskar Junghans © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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