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Stern, Kurt

Kurt Stern wurde 1892 als Sohn des wohlhabenden Mühlenbesitzers Oskar Stern und seiner Ehefrau Eugenie, geb. Rosenthal in Breslau geboren. Er war der jüngere Bruder des Physikers und Nobelpreisträgers von 1943 Otto Stern (17.2.1888 - 17.8.1969) und von Berta Kamm, geb. Stern, geboren am 16.10.1889, die nach 1933 wie ihr Bruder Otto Stern in die USA emigrierte.

Dr. phil. Kurt Stern arbeitete in Frankfurt als Botaniker unter Friedrich Dessauer am „Institut für Physikalische Grundlagen der Medizin“ und wohnte seit Mitte der 20er Jahre in der Deutschordenstraße 78. Da die optimalen Bedingungen für die Experimente am Institut nicht gegeben waren, betrieb er seine Forschungen über die physikalische Uhr der Pflanzen im Keller seines Wohnhauses.

Kurt Stern wurde 1933 direkt nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten vom Dienst suspendiert worden und musste sein Haus offensichtlich unter Zwang verkaufen. Seine wissenschaftlichen Apparate, darunter sehr wertvolle Mikroskope, wurden von der Gestapo beschlagnahmt. Die komplette Wohnungseinrichtung wurde versteigert.
Daraufhin emigrierte Kurt Stern zunächst nach Paris. Von dort wanderte er 1934/1935 in die USA aus.

Der Stolperstein wurde initiiert von Dr. Karsten Krakow, Eigentümer und Bewohner des Hauses Deutschordenstraße 78.

Personen
Kurt Stern
Geburtsdatum:8.7.1892
Deportation:1933 nach Paris und New York
Todesdatum:19.12.1938 (Suizid)
Stolperstein Deutschordenstraße 78 Kurt Stern © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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