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Neumann, Lazarus

Lazarus (Leiser) Benjamin Neumann wurde in Wielun geboren. Er war verheiratet mit Hanche Neumann, geb. Lind, die am 12.11.1868 in Crainsfeld geboren wurde. Sie starb am 12.10.1938 und wurde auf dem Jüdischen Friedhof Eckenheimer Landstraße 238 im Block 5 Gruppe B Grab Nr. 85 beerdigt.

Die Familie Neumann wohnte 1935 in der Klapperfeldstrasse 8, dort wohnte auch die Tochter Sophie Postawelsky. Die Stenografielehrerin war mit Max Postawelsky verheiratet. Das Ehepaar hatte zwei Kinder. 1934 emigrierte Max Postawelsky nach Palästina. Seine Ehefrau Sophie folgte 1935 mit den Kindern Berthold (Jg. 1929) und Ruth (Jg. 1934). In Palästina wurden die Zwillinge Menashe und Ephraim (1937) geboren. Bis auf Berthold, der in New York lebt, leben die Enkel von Lazarus Neumann in Israel.

Lazarus Neumann wurde im September 1939 von der Gestapo verhaftet und zwei Wochen in das Gefängnis Klapperfeldstrasse eingesperrt. Im März 1940 wurde er erneut verhaftet und kam in das Zuchthaus Preungesheim. Die Verhaftungsgründe sind nicht dokumentiert, auch die Enkelin weiß nicht, warum ihr Großvater verhaftet wurde. Von Preungesheim kam Lazarus Neumann in das Altenheim Röderbergweg und zuletzt in die Rückertstrasse 43, in ein ehemaliges Lehrerinnenheim.

Der Stolperstein wurde initiiert von der Enkelin Ruth Tal, geb. Postawelsky, aus Israel.

Personen
Lazarus Neumann
Geburtsdatum:13.4.1864
Deportation:18.8.1942 Theresienstadt
Todesdatum:17.1.1943
Stolperstein Klapperfeldstraße 8 Lazarus Neumann © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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