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Bild, Hans

Hans Bild war Mitglied der KPD und der Naturfreunde. Mit seiner Ehefrau Käti hatte er zwei Kinder, Dieter und Hermine. Von 1926 bis 1932 arbeitete Hans Bild für die Bücherstube Schatzki, die spätere Frankfurter Bücherstube am Rathenauplatz/Ecke Börsenstraße, als Ausfahrer. Durch seine Arbeit kam er in Kontakt mit linken Intellektuellen, die in der Büchestube verkehrten, u.a. mit der sog. „Roten Gräfin“, der Schriftstellerin Hermynia zur Mühlen. Von 1932 bis 1936 war Hans Bild arbeitslos.

Am 13.7.1933 wurde Hans Bild wegen des „Verdachts, kommunistische Flugblätter zu verteilen“, vorübergehend festgenommen. Eine erneute Festnahme erfolgte am 14.8.1933. Der Grund: „Verdacht Flugschriften zu verteilen. Durchsuchung war ohne Erfolg“. Am 4.12.1936 fand Hans Bild eine Anstellung als Packer, Bote und Ausfahrer bei der Universitätsbuchhandlung Blazek & Bergmann. Fünf Tage später, am 9.12.1936 wurde er in der Buchhandlung „wegen illegaler Tätigkeit für die KPD“ festgenommen. Die Gestapo beschlagnahmte die Bibliothek von Hans Bild, über 700 Bücher, darunter circa 200 Bücher, die ihm die Schriftstellerin Hermynia zur Mühlen vor ihrer Emigration 1933 nach Wien geschenkt hatte. Ein Großteil der Bücher musste auf Anordnung der Gestapo an Ort und Stelle in der Waschküche der Tevesstraße 27 verbrannt werden.

Hans Bild wurde am 2.3.1937 vom Oberlandesgericht Kassel „wegen Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens“ zu fünf Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Nach Verbüßung der Haftstrafe wurde er am 16.2.1942 „in das KZ-Lager Sachsenhausen befördert“. Er bekam die Häftlingsnummer 41178.

Der Stolperstein wurde initiiert von den Naturfreunden Frankfurt.

Personen
Johannes Bild
Geburtsdatum:30.3.1904
Deportation:16.2.1942 Sachsenhausen
Todesdatum:16.6.1942
Stolperstein Tevesstraße 27 Johannes Bild © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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