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Nohl, Emma

Emma Nohl wurde in Holzhausen als Tochter von Sara Ruelf, geb. Gunzenhaeuser, geboren. Sie war seit 1929 nach späterer NS-Definition in "Mischehe" mit dem evangelischen Installateur Otto Nohl (Jg. 1898) verheiratet. Sie hatten den 1919 geborenen Sohn Otto und die 1926 geborene Tochter Ingeborg. Die Familie wohnte bis 1932 auf der Zeil Nr. 70, dann im Großen Hirschgraben 16. Die Tochter, nach NS-Definition "Mischling 1. Grades", war Friseurlehrling, sie wurde 1942 in die Heilanstalt Herborn eingewiesen.

Emma Nohl musste 1943 bei der Firma Osterrieth Zwangsarbeit leisten. Am 27.5.1943 wurde sie zusammen mit ihrer Tochter von der Geheimen Staatspolizei vorgeladen; die Tochter durfte die Behörde noch am selben Tag wieder verlassen. Emma Nohl hingegen wurde unbekannten Datums nach Auschwitz verschleppt und dort unter der Nummer 32569 registriert. Angeblich starb sie an einem Darmkatarrh.

Der Stolperstein wurde initiiert vom Enkel Dr. Stephen Eversfield/Hochheim am Main, der bei der Verlegung anwesend war.

Personen
Emma Nohl, geb. Rülf
Geburtsdatum:14.2.1892
Deportation:1943 Auschwitz
Todesdatum:3.11.1943
Stolperstein Berliner Str. 72 Emma Nohl © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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