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Gotthelf, Getrud und Siegmund

Siegmund Gotthelf wurde in Bargholz geboren, Gertrud Gotthelf, verwitwete Münster, in Dresden. Beide stammten aus jüdischen Familien. Sie hatten eine 1924 in Frankfurt geborene Tochter Gertrude, der 1939 mit einem Kindertransport die Flucht in das britische Exil gelang und die nach dem Zweiten Weltkrieg in Kanada lebte. Mit in der Familie lebte zunächst auch Friedel Garbe, geb. Münster, die 1910 geborene Tochter von Gertud Gotthelf aus erster Ehe mit Hugo Theodor Münster (Jg. 1887), der 1918 im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Die Familie wohnte zunächst in der Weberstraße 15, dann in der Böhmerstraße 4.

Siegmund Gotthelf war Vertreter und arbeitete zwischen 1928 und 1936 als Reisender für die „Berlin-Gubener Hutfabrik A.G.". Im Zusammenhang mit dem November-Pogrom war er vom 10.11. bis 21.12 1938 im Konzentrationslager Dachau (Häftlingsnummerr. 30282) in Haft.

Friedel Garbe, die sich 1933 in der Dreikönigsgemeinde evangelisch taufen ließ, war Lehrerin und arbeitete im Schulamt. Sie durfte ihren Beruf nicht ausüben und musste stattdessen Zwangsarbeit verrichten, obwohl sie zwei Kinder unter zehn Jahren hatte. Ihre Familie musste zwangsweise ihre Wohnung räumen und in die Parkstraße 11 ziehen.

Die Stolpersteine wurden initiiert von der Evangelischen Dreikönigsgemeinde.

Personen
Siegmund Gotthelf
Geburtsdatum:10.6.1880
Deportation:19.10.1941 nach Lodz
Todesdatum:17.6.1942
Gertrud Gotthelf, geb. Epstein
Geburtsdatum:17.6.1886
Deportation:19.10.1941 nach Lodz
Todesdatum:unbekannt
Stolperstein Böhmerstraße 4 Gertrud Gotthelf © Inititative Stolpertseine Frankfurt am Main
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Stolperstein Böhmerstraße 4 Siegmund Gotthelf © Inititative Stolpertseine Frankfurt am Main
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