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Haase, Josef

Josef Haase wurde vermutlich in Ostrowitz (Polen) geboren. Seit 1912 war er verheiratet mit Felicia Haase, geborene Präger. Das Ehepaar Haase hatte zwei Kinder. Die Tochter Ruth Eva starb 1937 in Sao Paulo im Exil, der Sohn ertrank auf dem Weg nach Palästina, als das Schiff mit Flüchtlingen von englischen Truppen versenkt wurde.
Josef Haase war Apotheker.

In Fulda gehörte ihm die „Löwenapotheke“, von deren Erlös er die Liegenschaft Paul-Ehrlich-Straße und die „Carolus-Apotheke“ in der Brückenstraße 21 erwarb. Vom 8.Mai 1940 an unterlag das Vermögen von Josef Haase einer „Sicherungsanordnung“ der Devisenstelle, die den monatlichen „Freibetrag“ auf 250,- Reichsmark festsetzte und am1. Juni 1940 auf 500,- Reichsmark erhöhte. Lt. Devisenakten belief sich sein Vermögen im Mai 1940 noch auf 13.435,70 Reichsmark. Im Stadtarchiv liegen die Vertragsunterlagen über den 1940 verfolgungsbedingten Verkauf der Liegenschaft Paul-Ehrlich-Straße 29 für 42.000,- Reichsmark, deren Kaufpreis vom Bauamt bei der Erteilung der Genehmigung zur Grundstücksveräußerung nochmals auf 36.500 Reichsmark herabgesetzt wurde.
Nach dem Zwangsverkauf seines Hauses werden seine Wohnorte in Frankfurt mit Wolfsgangstraße 4 bei Moritz Löwenberg und zuletzt bis zur Deportation mit Reuterweg 49 angegeben.

Josef Haases Ehefrau war bereits im September 1939 an Multipler Sklerose gestorben.

Personen
Josef Haase
Geburtsdatum:27.09.1879
Deportation:19.10.1941 nach Lodz
Todesdatum:26.07.1942
Stolperstein Paul-Ehrlich-Straße 29 Josef Haase © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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