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Sommer, Adolf

Adolf Sommer wurde in Frankfurt am Main geboren. Sein Berufsweg als Buchdrucker und Schriftsetzer begann in der Druckerei Fischer in der Biebergasse. Die spätere Ehefrau Emilie war Schneiderin, die gemeinsame Tochter Hannelore wurde 1927 geboren. Emilie war Christin, sodass die Ehe nach den Nürnberger Gesetzen als „Mischehe" galt.

Adolf Sommer wurde 1929 arbeitslos und konnte nach 1933 verfolgungsbedingt keine Anstellung mehr finden. 1939 arbeitete er jedoch bei der Firma Dürer Presse, Buch- und Kunstdruckerei in der Langestraße 25, vermutlich als Zwangsarbeiter.

Nach der Anweisung des Gauleiters, die jüdischen Ehepartner von „Mischehen" ab Januar 1943 zu deportieren, wurde auch Adolf Sommert verhaftet und am 27.1.1943 nach Auschwitz verschleppt. Laut Todesurkunde soll er dort an „Sepsis infolge Furunkulose" gestorben sein. Ein SS-Unterscharführer aus dem KZ Auschwitz schrieb an die Witwe, dass sie eine Übersendung der Urne beantragen könne. Sie und ihre Tochter überlebten den Krieg.

Der Stolperstein wurde initiiert von Margot Lulay.

Personen
Adolf Sommer
Geburtsdatum:20.11.1894
Deportation:Januar 1943 nach Auschwitz
Todesdatum:26.8.1943
Stolperstein Rohrbachstraße 28 - Stein Adolf Sommer © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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