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Wolf, Hermann

Hermann Wolf aus in Gütersloh war nach nationalsozialistischer Definition in „Mischehe“ verheiratet, die Ehefrau starb 1966. Hermann Wolf betrieb einen Einzelhandel mit Textilien, den er 1934 wegen der Auswirkungen der Boykotte aufgeben musste. Seine letzte Frankfurter Adresse war Langheckenweg 7. Er wurde dort verhaftet und zunächst in das Untersuchungsgefängnis Hammelsgasse gebracht.

Hermann Wolf gehört zu den Opfern der „inoffiziellen“ Deportationen, die im Frühjahr 43 in Frankfurt stattfanden. Opfer waren meist Männer, die noch in „Mischehe“ lebten, unter falschen Anschuldigungen verhaftet und in Schutzhaft genommen und später nach Auschwitz deportiert wurden. In der Regel erhielten die in Frankfurt gebliebenen Angehörigen kurze Zeit später die Todesnachricht. Die Zahl der Opfer dieser Einzeltransporte ist nicht genau bekannt, es handelt sich wahrscheinlich um etwa 200 Personen.

Personen
Hermann Wolf
Geburtsdatum:23.9.1874
Deportation:4.2.1943 nach Westerbork, am 20.4.1943 nach Theresienstadt, am 6.10.1944 nach Auschwitz
Todesdatum:unbekannt