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Reinheimer, Ludwig

Dr. Ludwig Reinheimer, Anfang der 30er Jahre

Ludwig Reinheimer aus Landstuhl (Pfalz) hatte 1913 ein Medizinstudium in Heidelberg begonnen, das er mit sehr gutem Examen am 28.März 1920 abschloss. Die Promotion erfolgte ein Jahr später. Von 1914 bis 1918 war Soldat im Ersten Weltkrieg und wurde mit dem Verwundetenabzeichen in Schwarz ausgezeichnet. Von April 1920 bis März 1921 arbeitete er als Volontär bei Professor Dr. Ludloff an der Orthopädischen Klinik Friedrichsheim in Frankfurt. Ab 15. März 1921 war er Assistent im Gesundheitsamt. Seit 1923 war er Stadtarzt und wurde am 1. April 1928 Beamter.

Nach seiner Heirat mit einer Christin lebte er mehr als 14 Jahre in der Niersteiner Straße 17, danach Zwangsumzüge in die Eschersheimer Landstraße 405 und in die Roseggerstraße 17. Hier wohnte er vom 1. April 1939 bis zum 13.2.1943.

1935 wurde Reinheimer zwangsweise in den Ruhestand versetzt. Nach dem Novemberpogrom 1938 brachte man ihn für vier Wochen in das KZ Buchenwald. Am 13. Februar 1943 wurde er zu einem Verhör bei der Geheimen Staatspolizei in die Lindenstraße bestellt, von dort in das Gefängnis Klapperfeldstraße gebracht und dann in das Arbeitserziehungslager Heddernheim verschleppt.

Personen
Ludwig Reinheimer
Geburtsdatum:26.4.1894
Deportation:18.9.1944 nach Groß-Rosen, Leitmeritz und Flossenbürg
Todesdatum:unbekannt

Quelle

Angaben und Foto zur Verfügung gestellt von der Tochter