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Neumann, Karolina und Settchen

Settchen Neumann aus Völkersleier war das sechste Kind von Josef Wolf Stern und Karolina, geb. Tannebaum. Sie war verheiratet mit Simon Neumann, der 1912 starb. Sie hatten zwei Töchter, Karolina eine weitere, geboren 1897, sowie zwei Söhne. In Schöllkrippen besaß die Familie Grundbesitz, drei Grundstücke wurden am 6. Mai 1938 verkauft.

Am 8. Mai 1939 bestanden seitens der Gestapo Würzburg keine Bedenken gegen die Ausstellung von Reisepässen für Mutter und Tochter. Für Settchen Neumann und ihre Tochter Karoline stellte die Gestapo Würzburg am 6. Juni 1939 eine steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, da sie vorhatten, nach England auszuwandern. Am 8. Juni 1939 zog Settchen Neumann zusammen mit ihrer Tochter Karolina von Schöllkrippen, Hauptstraße 44b, nach Frankfurt, Hebelstraße13/II.

Nach der Deportation der Tochter zog Settchen Neumann am 19. November in die Hebelstraße 15, zuletzt wohnte sie im jüdischen Altersheim, Rechneigrabenstraße 18-20. Die andere Tochter konnte nach Großbritannien fliehen, der Sohn Julius starb 1944 unter unbekannten Umständen, der andere lebte nach dem Krieg in Palästina.

Personen
Karolina Neumann
Geburtsdatum:3.11.1894
Deportation:11.11.1941 nach Minsk
Todesdatum:unbekannt
Settchen Neumann
Geburtsdatum:27.8.1868
Deportation:18.8.1942 nach Theresienstadt
Todesdatum:17.9.1942
Stolperstein Hebelstrasse 13 Settchen Neumann  © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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Stolperstein Hebelstrasse 13 Lina Neumann © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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