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Isaac, Gustav

Der Kaufmann Gustav Isaac aus Sausenheim in der Pfalz heiratete Emma, geborene Eckhaus, die in einem Kinderheim in Grünstadt zur Welt kam. Seit dem 18.6.1914 waren beide in der Eschersheimer Landstraße 402 gemeldet. Sie lebten dort im eigenen Haus mit ihren 1912 und 1920 geborenen Töchtern und dem 1915 geborenen Sohn, denen später die Flucht in das US-amerikanische Exil gelang.

Im Jahre 1929 wurde das Haus im Erdgeschoss umgebaut, um eine Verkaufsstelle für eine österreichische Feinbäckerei zusammen mit einer Konditorei einzurichten, welche von der Familie betrieben wurde. Wahrscheinlich konnte sie das Geschäft bis Herbst 1935 führen, bis sie es verfolgungsbedingt aufgeben musste. Bereits 1934 wurde Gustav Isaac auf Provisionsbasis im Tabakhandel tätig, wie in früheren Jahren schon, da sein eigenes Geschäft durch die nationalsozialistische Hetze stark beeinträchtigt war. Auch diese Tätigkeit musste er 1936 aufgeben. Nun war die Familie gezwungen, ihr Haus zu veräußern und im August 1938 in die Königswarter Straße umzuziehen.

Die letzte Frankfurter Adresse war die Bleichstraße 6, bei dem es sich um ein „Judenhaus“ gehandelt hat, in dem antisemitisch Verfolgte vor ihrer Deportation aus Frankfurt zwangsweise konzentriert wurden.

Personen
Gustav Isaac
Geburtsdatum:31.5.1881
Deportation:1942 nach Theresienstadt
Todesdatum:unbekannt