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Flörsheim, Ida und Isidor

Isidor Flösheimer mit Söhnen, um 1905

Isidor Flörsheim stammt aus Frankfurt-Heddernheim. Seine Eltern waren Hirsch Flörsheim, am 18.10.1833 in Heddernheim als Sohn des hier ansässigen Handelsmanns M. Flörsheim geboren, und Sara Flörsheim, geb. Mühlhausen, ebenfalls aus Heddernheim. Er hatte vier Geschwister.

Seine Ehefrau Ida Flörsheim, geb. May, war eine Schwester des Metzgers Julius May. Das Ehepaar hatte zwei Söhne, Hermann und Heinrich, der ältere Sohn wanderte nach Amerika aus, der jüngere Sohn verstarb 1916 in einem Lazarett in Darmstadt. Die Familie wohnte in der Kastellstraße im eigenen Haus. Isidor Flörsheim arbeitete als Kassenbote in Frankfurt. Er gehörte lange Jahre dem Heddernheimer Turnverein an und war bei diesem Verein im Vorstand und im Finanzausschuss. Im Dezember 1938 veräußerte das Ehepaar das Einfamilienhaus an den Sohn langjähriger Freunde. Aufgrund dieser Freundschaft durfte das Ehepaar noch fünf Monate unentgeltlich im Haus wohnen bleiben und verzog dann nach Frankfurt. Wahrscheinlich wollten sie von dort aus die Auswanderung betreiben. Dies ist ihnen nicht gelungen. Ihre letzte Frankfurter Adresse war Zeil 2/1.

Personen
Ida Flörsheim, geb. May
Geburtsdatum:14.11.1874
Deportation:15.9.1942 nach Theresienstadt
Todesdatum:11.10.1942
Isidor Flörsheim
Geburtsdatum:8.6.1870
Deportation:15.9.1942 nach Theresienstadt
Todesdatum:13.12.1942

Quelle

Foto aus: Jüdisches Museum Frankfurt (Hg.): Die vergessenen Nachbarn, Juden in Frankfurter Vororten. Heddernheim. Frankfurt am Main, 1990.