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Adler, Sophie und Bernhard

Bernhard Adler aus Schlüchtern war Vieh- und Pferdehändler. Seine Eltern waren Simon Adler, geboren 1841, Handelsmann in Schlüchtern, Untergasse 67, und Jeanette (alias Sprinz), geb. Stein, geboren 1839 in Schlüchtern. Sie hatten am 14. September 1864 geheiratet. Bernhard hatte sieben Geschwister: Abraham, geboren 1867, Lazarus, geboren 1868, nach einer Woche gestorben, Hannchen und Fanny, geboren 1869, Fanny starb nach zwei Wochen, Fanny, geboren 1873, Jacob, geboren 1874, und Rosa, geboren 1879.

Sophie Adler, geb. Strauss, die aus Sommerhausen bei Würzburg stammt, und Bernhard Adler hatten drei Kinder: Siegfried, geboren 1908, Ilse, geboren 1910, und Ernst Jakob, geboren 1914, haben die NS-Zeit überlebt. Zusammen mit seinem Bruder Abraham betrieb Bernhard Adler einen Vieh- und Pferdehandel in Schlüchtern, der 1933 boykottiert und 1935 aufgelöst und im Handelsregister gelöscht wurde. Im Mai 1938 verkaufte die Familie den Grundbesitz in Schlüchtern. Sie zogen am 24. September 1939 von Schlüchtern, Fuldaer Straße 18, nach Frankfurt, Uhlandstraße 36, ab 15. Mai 1940 Rhönstraße 29, ab 3. Juli 1941 wohnten sie in der Hebelstraße 13/II. Sophie und Bernhard sind in Minsk zu einem nicht bekannten Zeitpunkt umgekommen.

Personen
Sophie Adler, geb. Strauss
Geburtsdatum:20.12.1881
Deportation:11.11.1941 nach Minsk
Todesdatum:unbekannt
Bernhard Adler
Geburtsdatum:28.3.1878
Deportation:11.11.1941 nach Minsk
Todesdatum:unbekannt

Quelle

Beiträge zur Geschichte der Schlüchterner Juden (1988); Bayrisches Staatsarchiv Würzburg: Jüdisches Standesregister 128 (Sommerhausen); Bayrisches Staatsarchiv Würzburg: Akten der Gestapostelle Würzburg

Stolperstein Hebelstrasse 13 Bernhard Adler © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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Stolperstein Hebelstrasse 13 Sophie Adler  © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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