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Das Projekt 'City West' - Planung und Bodenordnung

Bestandsaufnahme und Planungskonzept

Besondere Lagevorzüge des Gebietes ergeben sich aus der unmittelbaren Nähe zur Messe, zur Universität und zu dem historisch gewachsenen Kern von Frankfurt-Bockenheim. Bei dem Plangebiet mit einer Gesamtgröße von ca. 52 ha handelt es sich um einen alten Industriestandort aus dem Ende des letzten Jahrhunderts. Mitte der 80er Jahre zeigte sich das Gebiet jedoch in einem ziemlich vernachlässigten und hinsichtlich der Nutzung in einem sehr heterogenen Zustand. Die bauliche Nutzung war weitgehend durch eine ungeordnete gewerbliche Zwischennutzung der von den Industriebetrieben verlassenen Gebäude geprägt. Eine Wohnnutzung fand sich nur inselförmig eingestreut. Entlang der Theodor-Heuss-Allee waren bereits einige repräsentative Verwaltungsgebäude errichtet.

Dieser Gegensatz von Verwahrlosung und Repräsentation machte bei der besonderen Lage eine geordnete städtebauliche Neuplanung von einem Gewerbegebiet hin zu einem hochwertigen Büro- und Wohnquartier erforderlich. Das städtebauliche Konzept sieht vor, entlang einer Doppelachse - Voltastraße und Ohmstraße - eine städtebauliche Mitte zu schaffen, in der sich das zentrale Wohngebiet konzentriert. Südlich und nördlich dieser zentralen Achse ist eine Mischung von Wohnen und Büros vorgesehen. Am südlichen Rand ist eine konzentrierte Bürobebauung geplant.
 

Grundstücksneuordnung...

 
Aus der Gegenüberstellung der Isometrien von Bestand und Planung ist unmittelbar zu erkennen, dass eine umfassende Grundstücksneuordnung erforderlich ist, ...

... um die zusätzlichen Verkehrs- und Grünflächen bereitzustellen und die Grundstücke so zu gestalten, dass sie entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans bebaut werden können.

...durch Umlegung:

In der City-West wurde durch die frühzeitige Einleitung des Umlegungsverfahrens die Möglichkeit genutzt, Bebauungsplanung und Umlegung parallel zu bearbeiten und damit die Erkenntnisse aus den Erörterungen mit den Eigentümern in die Planung einfließen zu lassen. Da der Bebauungsplan erst seit 1999 als rechtsverbindliche Satzung vorliegt, konnte das Ziel einer frühzeitigen Bebauung nur mit dem Instrumentarium der Vorwegnahme der Entscheidung nach § 76 BauGB erreicht werden. Eine vorzeitige Regelung der Eigentums- und Besitzverhältnisse für Teilbereiche des Umlegungsverfahrens konnte damit nur mit dem Einverständnis aller von der einzelnen Regelung betroffenen Rechtsinhaber erfolgen.

Ergebnisse:

Seit der Einleitung des Umlegungsverfahrens wurden auf dieser Basis bisher 26 Beschlüsse nach § 76 BauGB aufgestellt und erfolgreich zum Abschluss gebracht. Für zwei weitere Teilbereiche wurden Teilumlegungspläne nach § 66 BauGB erforderlich. Hierbei wurden folgende Ergebnisse erzielt:

  • Wirtschaftliche und elegante Teilrealisierung des Bebauungsplans
  • Schaffung von Baugrundstücken für Wohn- und Büronutzung
  • Bereitstellung einer Gemeinbedarfsfläche -Kindertagesstätte-
  • Bereitstellung von Verkehrs- und Grünflächen zur Erschließung des Gebietes
  • Beseitigung von städtebaulichen Mißständen
  • Begründung neuer Rechte, wie z.B. Erbbau-, Teilerbbaurechte, Teileigentum, Nutzungsrechte, Dienstbarkeiten, Baulasten
  • Finanzieller Ausgleich der Umlegungsvorteile
  • Vereinbarungen über die Beseitigung vorhandener Altlasten
  • Schaffung der Voraussetzungen für öffentliche und private Investitionen in enormem Umfang.


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Link-IconRainer Barz
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E-Mail:Link-Iconrainer.barz [At] stadt-frankfurt [Punkt] de
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