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24.02.2011

Architektursommer und japanisches Kino

Tipps und Termine für den Monat April

Der April steht im Zeichen der Architektur. Es startet der „Architektursommer Rhein-Main“, der den ganzen Sommer über unterschiedliche Veranstaltungen für Fachleute und Interessierte bietet. Das Architekturmuseum widmet sich den Bauten von Richard Neutra. Der japanische Film kommt wieder mit der „Nippon Connection“ nach Frankfurt, die nicht nur Filme zeigt, sondern auch ein spannendes Rahmenprogramm bietet.

April/Mai - Architektursommer Rhein-Main

Die vier größten Städte im Rhein-Main-Gebiet organisieren in diesem Jahr unter der Dachmarke "Architektursommer Rhein-Main" eine gemeinsame Veranstaltungsreihe. „Wohnen und Leben in der Stadt“ lautet das Thema. Mittelpunkt wird 'Neue Architektur' sein. Außer Frankfurt gehen die Städte Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach an den Start. Außerdem beteiligen sich die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, der Bund Deutscher Architekten (BDA), der Deutsche Werkbund und der Verein Darmstädter Architektursommer an der Reihe. In Diskussionsreihen, Rundgängen, Ausstellungen und Vorträgen werden während des Architektursommers vor allem neue Wohnprojekte vorgestellt. Städtebauliche Planungen aus drei historischen Epochen bekommen die Teilnehmer der der vier geplanten Architekturspaziergänge zu sehen. Von April bis Mai gibt es jede Woche eine Führung durch verschiedene, architektonisch interessante Frankfurter Stadtteile.

Am 6. Mai findet eine Fachtagung zum Thema „Gemeinschaftliches Wohnen – Ideen zur Bau- und Wohnkultur, Neue Wohnprojekte umsetzen“ im Haus am Dom statt. Veranstalter sind das Amt für Wohnungswesen Frankfurt am Main und der Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen. Exkursionen zu ausgewählten gemeinschaftlichen Wohnprojekten in Frankfurt runden das Programm ab. Ein Workshop vom 20. bis 31. Mai unter dem Titel „Neue Wohnquartiere für Frankfurt am Main“ betrachtet die Entwicklung künftiger Wohnraumpotenziale in der Stadt. Veranstalter ist das Stadtplanungsdezernat. Teil des Architektursommers sind auch einige Vorträge, die das Denkmalamt der Stadt organisiert.

Am 20. April hält Andrea Hampel einen Vortrag über „Denkmalpflege von B bis Z – eine Pflegeversicherung'. Die Veranstaltung im Planungsdezernat, Kurt-Schumacher-Straße 10, Ernst-May-Saal A 202, beginnt um 18 Uhr. Weitere Vorträge folgen im Mai. Und bei sogenannten „Werkberichten“, die im Instituto Cervantes präsentiert werden, geht es am 13. Mai, 20. Mai und 27. Mai um 'Bauen im historischen Kontext“. Diese Werkberichte beginnen jeweils um 18 Uhr.
Weitere Informationen: Architekturspaziergänge und Workshop: Carla Jacobsen-Gah, Tel. 069/212-30858; Fachtagung: Angelika Dworzak-Wannemacher, Tel. 069/212-35397 und Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen, Birgit Kasper, Telefon: 069/91501060, E-Mail: info@gemeinschaftliches-wohnen.de.

2. und 3. April - „VELOFrankfurt“ – Festival für Fahrrad, urbane Mobilität und Green Lifestyle

Zum Auftakt der Fahrradsaison findet zum ersten Mal die „VELOFrankfurt“ statt. Die neue Fahrradmesse für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet bietet Spaß und Information für die ganze Familie: ein ganztägiges Bühnenprogramm, Teststrecken, Kinderprogramm und eine Abendveranstaltung am Samstag mit Filmen, Mode und Musik. Im Mittelpunkt stehen die Themen Alltagsmobilität, Gesundheit und nachhaltiger Fahrrad-Lifestyle. Die historische Industriearchitektur der Naxoshalle in Frankfurt-Bornheim bietet den Rahmen für das Festival rund ums Fahrrad.
Pressefragen: Angela Hörschelmann, Velokonzept Saade GmbH, Claudiusstr. 7, 10557 Berlin, Tel.030/3116514-20, E-Mail: hoerschelmann@velokonzept.de, www.velokonzept.de

3. April bis 17. Juli - Expressionismus im Rhein-Main-Gebiet – Künstler, Händler, Sammler

Das Museum Giersch stellt mit einer umfangreichen Ausstellung in der Reihe „Phänomen Expressionismus“ erstmalig die Kunst des Expressionismus und dessen Rezeption im Rhein-Main-Gebiet vor. Die vor einhundert Jahren heftig diskutierte Kunstrichtung begeisterte auch die jungen Künstler dieser Region und erhielt von hiesigen Sammlern, Händlern und Museumsleuten entscheidende Förderung. Die Ausstellung bietet viele Entdeckungen und gibt insgesamt einen Überblick über die dichte und facettenreiche Szene des expressionistischen Kunstbetriebs. Expressionistische Werke von Malern der „Brücke“ oder des „Blauen Reiters“ waren bereits vor dem Ersten Weltkrieg in Frankfurter Kunsthandlungen zu sehen. Schon bald schlossen sich jüngere Künstler und Akteure im Kunstbetrieb dem leidenschaftlichen Avantgardismus an. Auch die in Frankfurt lebenden Künstler Franz Karl Delavilla, Alexander Soldenhoff oder August Babberger ließen sich vom Expressionismus inspirieren. Drei herausragende Protagonisten des Expressionismus lebten und arbeiteten zeitweise in der Rhein-Main-Region. Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann und Alexej Jawlensky. In Darmstadt entstand ab 1915 eine eigene expressionistische Szene mit Schriftstellern und Künstlern. In Frankfurt gab es auch eine besonders dichte Szene von Händlern und Sammlern. Auf Ausstellungen und besonders beim Ankauf für Museumssammlungen war der Expressionismus weiterhin erfolgreich, aber umstritten. Die Diffamierungen der expressionistischen Kunst durch die Nationalsozialisten, Beschlagnahmungen und Berufsverbote sowie die künstlerischen Reaktionen im Verborgenen der Ateliers oder im Exil bilden weitere Themen der Präsentation. In der Ausstellung werden Kunstwerke aller Gattungen zu sehen sein, neben Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen auch Skulpturen und Druckgrafik.
Museum Giersch, Schaumainkai 83, weitere Informationen: www.museum-giersch.de, E-Mail: museum-giersch@schaumainkai.de, Pressekonferenz: 31. März, 11 Uhr, Ansprechpartner für die Presse: Dr. Astrid Jacobs, Tel.: 069/63304-131, E-Mail: aj@schaumainkai.de

8. April bis 3. Juli - Richard Neutra in Europa - Bauten und Projekte 1960–1970

Richard Neutra wurde als einer der wichtigsten Architekten der "klassischen Moderne" durch seine Häuser in Südkalifornien berühmt. Er verband variable Raumordnungen mit großflächigen Glasfronten zu durchlässigen Ensembles, eingebettet in die Landschaft. In den letzten Schaffensjahren 1960—1970 realisierte Neutra auch in Europa eine Reihe von faszinierenden Bauten. Acht Villen entstanden – vier davon in der Schweiz, drei in Deutschland, eine in Frankreich sowie zwei Wohnsiedlungen in Quickborn und Walldorf. Die Ausstellung für das Marta Herford entstand in Kooperation mit dem Department of Special Collections, Charles E. Young Research Library / UCLA und Neutras Sohn Dion sowie dem Expertenteam Hubertus Adam, Joachim Driller, Lilian Pfaff und Rolf Ahnesorg. Der Fotograf Iwan Baan interpretierte exklusiv acht der zehn in der Ausstellung präsentierten Bauten.
Deutsches Architekturmuseum, weitere Informationen: Tel.: 069/212-38844, E-Mail: info.dam@stadt-frankfurt.de, Eröffnung: 7. April, 19 Uhr.

14. April - Girls’ Day

In ganz Deutschland laden Unternehmen und Organisationen immer an einem Donnerstag im April Mädchen ein, derzeit noch "frauen-untypische" Berufe zu entdecken. Schülerinnen ab Klasse 5 können am Girls' Day die Arbeitswelt in zukunftsorientierten Berufen erleben oder weibliche Vorbilder in Führungspositionen kennen lernen. Der bundesweite Aktionstag bietet eine frühe, praxisnahe Berufsorientierung.
Weitere Informationen: www.girls-day.de

14. April bis 20. Mai - Universal xqm

„x-quadratmetergroße abgeschlossene Räume in ‚1a Lagen’ werden dem öffentlichen Raum entrissen, um Menschen aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten einzuladen, diese für ihre Zwecke zu nutzen.“ Ein Projekt von Prof. Heiner Blum, HfG Offenbach und Jakob Sturm, künstlerischer Leiter „basis“.
Evangelische Stadtakademie Römer9, Tel. 069/17415260, E-Mail: info@roemer9.de, www.roemer9.de

15. April bis 8. Mai - Dippemess

Die Frankfurter Dippemess, die im Frühjahr und Herbst auf dem Festgelände am Ratsweg stattfindet, ist das größte Volksfest des Rhein-Main-Gebiets. Die Tradition der Dippemess geht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Ursprünglich leitet sich der Name von der hessischen Bezeichnung für Steingut-Töpfe ab, die im Dialekt „Dippe“ oder auch „Dippchen“ genannt werden. Die Dippemärkte waren damals Verkaufsmärkte, auf denen fahrende Händler ihre Steingutwaren anboten. Da während dieser Töpfermärkte auch gerne gefeiert wurde, heißen noch heute viele Volksfeste in Hessen einfach „Dippemess“. Eröffnet wird die Dippemess freitags mit dem traditionellen Bierfass-Anstich und einem großen Feuerwerk über dem Festplatz. Auf dem Töpfermarkt werden nach wie vor alle möglichen Haushaltswaren angeboten, und die Kirmes lockt mit zahlreichen Schaustellergeschäften und Imbiss-Ständen die Besucher. Spezielle Angebote wie ein Familientag mit halben Fahrpreisen runden das Fest ab. Am Abschlusstag endet die Dippemess mit einem erneuten bunten Feuerwerk.
Weitere Informationen: Tourismus + Congress GmbH, Tel. 069/212-38990, Presseanfragen: Kurt Stroscher, Tel. 069/212-34136, E-Mail: kurt.stroscher@stadt-frankfurt.de

16. April bis 3. Juli - Stadt-Räume – Europäischer Preis für öffentlichen Raum

Im Jahr 2000 hat das Centre of Contemporary Culture of Barcelona (CCCB) den Europäischen Preis für öffentlichen Raum ins Leben gerufen, der alle zwei Jahre vergeben wird und sich der Anerkennung, Verteidigung und Förderung des öffentlichen, urbanen Raumes widmet. Es handelt sich um eine Initiative des CCCB in Zusammenarbeit mit The Architecture Foundation (London), dem Architekturzentrum Wien, der Cité de l’architecture et du patrimoine (Paris), dem Nederlands Architectuurinstituut (Rotterdam), dem Museum of Finnish Architecture (Helsinki) und dem Deutschen Architekturmuseum. „Stadt-Räume“ zeigt die ausgezeichneten Projekte von 2010 gemeinsam mit allen 303 eingereichten Projekten. Zudem ist eine Auswahl aus den fünf vergangenen Editionen des Preises (2000 bis 2008) zu sehen. Die Ausstellung wurde vom CCCB konzipiert, vom Deutschen Architekturmuseum für Frankfurt adaptiert und um ein Kapitel über Frankfurter Plätze erweitert.
Deutsches Architekturmuseum, weitere Informationen: Tel.: 069/212-38844, E-Mail: info.dam@stadt-frankfurt.de, Eröffnung: 15. April, 19 Uhr.

17. April - Der Lange Tag der Bücher

Am Sonntag, 17. April, von 11 bis 22 Uhr tun sich beim "Langen Tag der Bücher" die Frankfurter Publikumsverlage und das Schauspiel Frankfurt für diesen Lese-Marathon zusammen: S. Fischer präsentiert etwa ein herausragendes Kafka-Programm, Jörg Reckmann liest seinen Frankfurt-Krimi mit Goethebezügen, und Reinhard Kaiser erläutert im Gespräch mit Heiner Boehncke, wie man Klassiker wie Grimmelshausen für das Radio einrichten kann. Neben den Lesungen gibt es ein Lesecafé in der Panorama-Bar, einen großen Bücher- und Signiertisch sowie von 11 bis 18 Uhr einen Bücherflohmarkt unter den Arkaden des Schauspiels. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen: Florian Koch, E-Mail: florian.koch@kultur-am-main.de

27. April bis 1. Mai - Nippon Connection - 11. Japanisches Filmfestival in Frankfurt am Main

Vom 27. April bis zum 1. Mai werden wieder über 100 aktuelle japanische Kurz- und Langfilme ihren Weg nach Frankfurt finden, darunter viele internationale Premieren in Anwesenheit der Filmemacher. Abgerundet wird das größte Festival des japanischen Films durch ein reichhaltiges Rahmenprogramm, das die Sinne der Besucher vielfältig verwöhnen wird. Unter allen Premierenfilmen des Nippon Cinema Programms wird dieses Jahr zum siebten Mal der vom Bankhaus Metzler gestiftete Publikumspreis Nippon Cinema Award in Höhe von 2.000 Euro verliehen. Die Zusammenarbeit mit JVTA (Japanese Visualmedia Translation Academy) zur Unterstützung junger Filmemacher wird beim diesjährigen Festival fortgesetzt. JVTA stiftet zum zweiten Mal den Nippon Visions Award (ehemals Nippon Digital Award). Auch in diesem Jahr bietet Nippon Culture eine abwechslungsreiche und spannende Auswahl an Events, die von traditionellen Kunstformen bis hin zur japanischen Popkultur reichen. Ein besonderes Highlight verspricht die Ausstellung zum japanischen Verpackungsdesign zu werden. Außerdem kann man beim Festival traditionellen japanischen Tanz erleben, sowie Ikebana und Origami selber ausprobieren. Natürlich verzichtet das Festival auch dieses Jahr nicht auf seine beliebten Klassiker: Die Gaumen der Besucher werden bei einem Kochkurs, in der Tee- und Sakelounge wie auch beim traditionellen Filmfrühstück ausgiebig verwöhnt. Zudem sorgen das kultige Nippon Heimkino mit Roberto Cappelluti und zahlreiche andere Angebote auf dem Festivalgelände für eine ausgelassene Stimmung. Neben zahlreichen Vorträgen und Filmemachergesprächen wird die Japanologie der Universität Frankfurt bei Nippon Connection zum Jubiläum 150 Jahre Freundschaft Deutschland-Japan ein Kolloquium zum Thema „Erwachsen: ganz allein – Lebensmodelle der jungen Generation in zeitgenössischen literarischen Texten” veranstalten.
Veranstaltungsorte; Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim (Festivalzentrum), Kino Orfeo’s Erben, Mal Seh’n Kino, AusstellungsHalle 1A, Kunstraum Westend, Pressekontakt: Dennis Vetter, Mobil: 0176 6163 0693, E-Mail: presse@nipponconnection.com, www.nipponconnection.com