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06.02.2018

Frankfurt erfährt große Wertschätzung für Engagement gegen Antisemitismus

Bürgermeister Uwe Becker spricht auf der internationalen Konferenz 'Legal Network Initiative 2018' zum Kampf gegen Antisemitismus in Jerusalem, 5. Februar 2018, © Stadt Frankfurt am Main
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Bürgermeister Uwe Becker auf internationaler Konferenz in Jerusalem

(kus) Auf Einladung des Israelischen Ministeriums für öffentliche Sicherheit, Strategie und staatliche Beziehungen nimmt Bürgermeister Uwe Becker noch bis Mittwoch, 7. Februar, an einer internationalen Konferenz zum Kampf gegen Antisemitismus in Jerusalem teil. Im Vordergrund stehen dabei die Bemühungen von Städten und Staaten in der Welt gegen die antisemitische Boykottbewegung BDS.

Der Frankfurter Magistrat hatte bereits im vergangenen Sommer die klare Ablehnung gegenüber der antisemitischen BDS-Bewegung beschlossen. Inzwischen hat auch der Deutsche Bundestag in seinem Beschluss zum Kampf gegen den Antisemitismus diese Bewegung klar verurteilt.

„Es geht im Kern der BDS-Bewegung um die Delegitimierung des Staates Israel, zu deren Zweck Boykott und Diffamierung als Mittel eingesetzt werden. Von selbsternannter ,Kaufhauspolizei‘, die israelische Waren in Geschäften brandmarkt und damit auch Händler einschüchtert, über die Einschüchterung von Künstlern, die in Israel auftreten oder dies möchten, bis hin zur Störung von Veranstaltungen reicht weltweit ein Ausschnitt verschiedenster BDS-Aktivitäten“, betonte Bürgermeister Uwe Becker bei seiner Rede vor den internationalen Teilnehmern.

„Die BDS-Bewegung nutzt mit ihren Botschaften die gleiche Sprache, die einst Nationalsozialisten gebrauchten, um auszudrücken: ,Kauft nicht bei Juden!‘. Die BDS-Kampagne wählt mit ihrer tief in das Fundament der Legitimation des jüdischen Staates reichenden Kritik an Israel den Umweg über den Antizionismus, um beim Antisemitismus anzukommen. Die BDS-Bewegung ist damit eine zutiefst antisemitische Bewegung“, betonte Becker auf der Konferenz.

„Gerade auch als Stadt mit einer besonderen jüdischen Tradition und einer engen Freundschaft und Partnerschaft mit Tel Aviv ist das Engagement Frankfurts gegen Antisemitismus fester Teil des Selbstverständnisses unserer Stadt“, unterstrich Bürgermeister Becker.

Für die Aktivitäten gegen BDS als Vorreiter in Deutschland erhielt Frankfurt auch das besondere Lob des zuständigen Israelischen Ministers Gilad Erdan.

„Unsere Stadt Frankfurt erfährt damit in besonderer Weise die Wertschätzung Israels und wird auch weiterhin engagiert dem Antisemitismus, in welcher Erscheinungsform dieser auch daherkommen mag, immer entschlossen entgegentreten“, so Bürgermeister Becker, der Minister Erdan zum Abschluss einen Power-Pack, um Energie für die Kommunikation mit dem Handy zu tanken, in der Form eines Frankfurter Apfelweinbembels überreichte.