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08.11.2017

Oberbürgermeister Feldmann: Land Hessen, Stadt Frankfurt und Deutsche Bahn ziehen für das Bahnhofsviertel an einem Strang

Oberbürgermeister Peter Feldmann, © Frank Widmann Fotodesign
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(kus) In einem Spitzengespräch beim Hessischen Innenminister Peter Beuth trafen sich Vertreter von Stadt Frankfurt, Land Hessen und der Deutschen Bahn, um zu klären, wie vor Ort weitere Verbesserungen für ansässige Betriebe, die Frankfurter Bürger sowie Pendler und Gäste erzielt werden können. Die Stadt war vertreten durch Oberbürgermeister Peter Feldmann, Sicherheitsdezernent Markus Frank, Gesundheitsdezernent Stefan Majer und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig.

Der Oberbürgermeister: „Wir haben ein gemeinsames Ziel: Unser Bahnhofsviertel sicherer machen und unser Bahnhofsviertel sauberer machen. Das Bahnhofsviertel ist ein starker Teil unserer Stadt, diese positive Entwicklung dürfen wir nicht verschweigen. Darum sind wir dankbar für die 124 Polizeibeamten. Das Land setzt damit ein wichtiges Zeichen.“

„Die Stadt stärkt die Sicherheit durch die Einrichtung von Videokameras in Abstimmung mit der Polizei. Wir wollen mit Unterstützung des Landes stärker gegen Müllsünder vorgehen und Reinigungsintervalle verstärken. Anwohner und Gewerbeverein wollen noch eine stärkere Anbindung zur Polizei. Das Ordnungsamt wird personell deutlich verstärkt und für mehr Sauberkeit haben wir drei Millionen Euro bereitgestellt“, sagte Feldmann.

Sicherheitsdezernent Markus Frank freut sich über die erneute prominente Unterstützung aus Wiesbaden. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte er verschiedene Behörden und Institutionen, die Justiz und die Deutsche Bahn erstmalig zu einem Sicherheitsspitzengespräch in den Römer eingeladen. „Es gab und gibt weiterhin einen hohen Bedarf an einer übergreifenden Koordination der verschiedenen Aktivitäten, daher tut die Unterstützung des Innen- und Justizministeriums für Frankfurt am Main gut. Der Termin bei Innenminister Peter Beuth zeigt wieder einmal, dass es bei allen Verantwortlichen eine hohe Bereitschaft gibt, dem in der Frankfurter Bevölkerung offensichtlich entstandenen Eindruck entgegenzuwirken, dass sich das Bahnhofsviertel und der Hauptbahnhof zu einem rechtsfreien Raum entwickelt haben.“

Der vor einem Jahr nach diesem Gespräch entstandene Masterplan Bahnhofsviertel enthalte mittlerweile 57 Maßnahmen, die kontinuierlich bearbeitet werden. „Vom neu ernannten Sonderkoordinator für das Bahnhofsviertel und dem neu gegründeten Regionalrat für das Bahnhofsviertels profitieren Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil und auch die dort ansässigen Unternehmen“, berichtet Frank. „Die Stadtpolizei trägt mit den sogenannten gemeinsamen Streifen mit den Sicherheitskräften der Deutschen Bahn gemeinsam mit der personell deutlich verstärkten Landespolizei und der Bahnpolizei zu mehr Sicherheit im Bahnhofsgebiet bei. Und auch unsere Ausländerbehörde ist im Rahmen ihrer Möglichkeiten im Einsatz, um die Sicherheit im Bahnhofsviertel weiter zu erhöhen.“

Gesundheitsdezernent Stefan Majer verweist auf die seit Monaten verstärkten Bemühungen der Drogenhilfearbeit, die durch den seit Jahren steigenden Gebrauch von Crack vor besondere Herausforderungen gestellt ist: „Mit intensivierter aufsuchender Arbeit haben wir jeden einzelnen Cracksüchtigen jede Nacht im Fokus, um ihn dazu zu bewegen, den Teufelskreis im Bahnhofsviertel zu verlassen und in der Drogenhilfeeinrichtung Eastside zur Ruhe kommen zu können. Das hilft dem Viertel und vor allem hilft es dem betroffenen Menschen. Diese Bemühungen werten wir kontinuierlich aus und werden alle Angebote verstetigen und ausweiten, die sich als erfolgreich erweisen.“

Frauendezernentin Rosemarie Heilig © Stadt Frankfurt am Main
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„Das Bahnhofsviertel sollte die Visitenkarte der Stadt sein, tausende Bahn- und Busreisende erhalten ihren ersten Eindruck von Frankfurt an diesem Ort. Deshalb habe ich ein Bündel von Maßnahmen speziell zur Sauberkeit dieses Viertes aufgelegt“, erklärte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. „Neben den bestehenden Reinigungen haben wir im Rahmen des Pilotprojekts cleanffm zusätzliche Extrareinigungen in der Zeit von 11.30 bis 20 Uhr eingerichtet. Daneben werden illegale Sperrmüllablagerungen durch den Mobilen Schnellreinigungsdienst beseitigt. Auch vor den Drogeneinrichtungen wird bis zu sechsmal täglich gekehrt und Müll beseitigt.“

Heilig weiter: „Wir haben uns dabei bewusst auch nicht von formalen Zuständigkeiten einschränken lassen: So finden seit einem Jahr dreimal wöchentlich zusätzliche Reinigungen im Umfeld des Fernbusbahnhofs statt, der eigentlich nicht im städtischen Verantwortungsbereich liegt. Bis zur Übernahme der Reinigung durch die Parkhausbetreiber ab August 2018 wollen wir diesen Service noch ausbauen. Weitere Maßnahmen – wie eine tägliche intensive Präsenzreinigung im Bahnhofsviertel in der Zeit von 7 bis 21 Uhr – sind avisiert beziehungsweise schon angestoßen. Wir wollen die Attraktivität des Viertels gerade durch eine offensive Sauberkeitspolitik steigern.“